Renovierung acht Wochen später

Die Pfarrkirche wird erst ab Montag, 8. Juni, zur Großbaustelle. Besonders der Altarraum (im Vordergrund) soll nach dem Abschluss der Innenrenovierung ein völlig neues Aussehen erhalten. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
10.04.2015
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Die katholische Pfarrgemeinde Waidhaus feiert am Sonntag, 12. April, Erstkommunion. Dieser Termin war seit Monaten mit dem Start der Innenrenovierung der Pfarrkirche in Verbindung gebracht worden. Die Sanierung startet nun aber später.

Erneut müssen die Waidhauser eine Verzögerung in Kauf nehmen, weshalb die Kirchenverwaltung mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit tritt. Darin setzt sie alle Pfarrangehörigen zum nochmaligen Aufschub der großen Maßnahme in Kenntnis. Zugleich ergeht jedoch ein Aufruf zur Mithilfe.

"Leider war der Wunsch der Vater des Gedankens", lautet die Überschrift des Schreibens. Acht Wochen werden nochmal vergehen, nun werde ein Beginn der Maßnahme am Montag, 8. Juni, (nach dem Fronleichnamsfest) ins Auge gefasst.

"Wir sind nicht dafür verantwortlich", schreibt die Kirchenverwaltung. Die insgesamt sieben Sitzungen des Diözesan-Kunstausschusses seit drei Jahren und die Abstimmung der zuständigen Gremien hätten zu der Verzögerung geführt. "Wir leben im digitalen Zeitalter, wo immer mehr Elektronik immer mehr Personal und immer mehr Zeit braucht, bis ein Vorhaben zum Laufen kommt und endgültig genehmigt ist."

Als Schlussfolgerung wird ein Ausräumen der Pfarrkirche in Eigenregie in der Woche von 8. bis 14. Juni angepeilt. Die Kirchenverwaltung bittet um Unterstützung beim Abschrauben und Abtransport des Gestühls, das aus 55 Bänken besteht. Eine Unterstellmöglichkeit ganz in der Nähe sei gefunden. Alle Einrichtungsgegenstände wie Figuren, Kreuze, Altäre, Beichtstühle, Kreuzwegbilder, Ambo, Sitze, Kanzel, Holztüren, Apostelleuchter, Taufbecken und Lichtständer müssten abgenommen oder abgebaut werden.

Auch die Nebenräume der Sakristei mit Unter- und Obergeschoss sowie die Taufkapelle seien vollständig zu räumen. Denn bevor die Kirche eingerüstet werde, müssten Boden und Wandsockel bearbeitet werden. Zugleich gibt der offene Brief abschließend Hoffnung, dass trotz der umfangreichen Maßnahmen, eine Wiedernutzung noch in 2015 möglich werde: "Zur Beruhigung sei gesagt, 1987 hat man auch erst im Juni beginnen können und ist am zweiten Adventssonntag wieder in die Kirche eingezogen." Am Montag, 13. April, ist die Innenrenovierung zudem Thema in der Marktratssitzung. Zum einen geht es um eine Entscheidung nach den Vorgaben des Denkmalschutzes, zum anderen um die Festlegung, ob und in welcher Höhe die Kommune einen Zuschuss leistet.
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