Schauen, kosten und kaufen

Wildschwein am Spieß war der Verkaufsschlager schlechthin. Die frischen Portionen aus dem Großgrill fanden einen reißenden Absatz.
Lokales
Waidhaus
19.05.2015
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Mit einem bunten Mix ließ die Wiederbelebung des Waidhauser Frühlingsmarkts keine Wünsche offen. Tausende Besucher flanierten bei idealem Wetter durch die Straßen.

Die vielen Gäste nutzten die Gelegenheit zum Schauen, Kosten und Kaufen während der zehnstündigen Veranstaltung. "Beste Geschäfte" verzeichneten die Direktvermarkter am Sonntag auf dem Marktplatz. Das ideale Wetter reizte vor allem die Grenzreisenden zu einem Abstecher.

Eine noch größere Resonanz fand die Einladung der Organisatoren zum Mittagessen. Lange vor Sonnenaufgang drehte sich das nur wenige Tage zuvor erlegte Wildschwein am Spieß. Rechtzeitig zu Mittag war es fertig und die vielen Portionen vor dem "Marktplatzstüberl" verteilt. Der Jägernachwuchs aus der Grenzregion arbeitete beispielhaft Hand in Hand.

"Ganz schöne Sache"

Weitere Essens-Angebote fehlten nicht, und der gekühlte Eslarner Rebhuhnzoigl aus dem Fass fand dazu einen reißenden Absatz. Mit einem "herzlichen Grüß Gott" eröffnete Bürgermeisterin Margit Kirzinger zur Frühschoppenzeit das fröhliche Treiben. Die Rathauschefin erklärte auch kurz die Wiedereinführung: "Diese Märkte hatten ja auch früher schon hier stattgefunden und liefen meistens unter der Bezeichnung ,Kirwa' ab." Verschiedene Sachen zum Essen und ein Angebot von Spielwaren hatte es dabei gegeben. Und auch an das "kleine Kinderkarussell" erinnerte Kirzinger "als ganz schöne Sache".

Viele Ideen

Die nachlassende Akzeptanz ließ die Markttage dann allmählich einschlafen. In den vergangenen Monaten habe es viele Ideen zur Wiederbelebung gegeben. Dem Einbinden der regionalen Direktvermarkter sei schon bald beste Chancen eingeräumt worden. Nicht nur ein Verkaufen, sondern auch das Werbung machen wurde als gute Mischung verstanden.

Außerdem informierte Kirzinger über vier mögliche Markttage pro Jahr. Dann könnten auch die Geschäfte ohne besonderen Antrag öffnen. Während der Adventsmarkt seit Jahren floriere, wünsche sie sich dies dauerhaft für den Frühlingsmarkt. Auch zu "Emmerami" Ende September werde ein neuer Versuch gestartet. Weniger Interesse gebe es für eine Erneuerung rund um den Namenstag Sebastian, der Mitte Januar im Kalender steht.

Kirzinger dankte in diesem Zusammenhang der Leiterin des Baureferats im Rathaus, Kerstin Wilka-Dierl, als erfahrene und fachmännische Organisatorin von Märkten. Ebenso dankte sie allen 25 Ausstellern, die sich an der Premiere beteiligten. Ganz besonders jenen aus den Nachbarorten und den beiden Fieranten aus Böhmen, die mit handgemachtem Ziegenkäse und mit süßem "Trdelnik" die Auswahl bereicherten.

Viel Zeit hatte auch Heike Bauriedl im Rathaus in die Vorbereitungen gesteckt, während die Mitarbeiter des Bauhofs um Leiter Johannes Grötsch eifrig in den Auf- und Abbau eingebunden waren. Die ersten Stunden des Markttreibens umrahmte das Vereinsorchester unter Leitung von Hermann Mack, wobei die Bürgermeisterin dirigieren durfte.

Unter den Anbietern waren auch die Mitglieder des Katholischen Frauenbunds mit Kuchenmischungen in Gläsern und das Team des "Eine-Welt"-Ladens. In den dicht zugeparkten Straßenzügen rund um den Marktplatz zogen die Menschen mit voll bepackten Einkaufstüten von dannen.
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