Schwungvoller Zauber

Ganz grandios starteten die Waidhauser ins neue Jahr. Zwei Konzerte des "Großen Vereinsorchesters" entfachten Begeisterungsstürme. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
05.01.2015
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Mit zwei grandiosen Neujahrskonzerten des "Großen Vereinsorchesters" startete der Grenzmarkt am Wochenende in der Schulturnhalle ins neue Jahr.

Die restlos ausverkauften Neujahrskonzerte zogen am Wochenende ein ebenso restlos begeistertes Publikum in den Bann. Ganz viel Applaus der Kategorie "fortissimo" galt dem richtig großen Ensemble, in dem nun deutlich sichtbar junge Damen die Oberhand haben. Links außen stieß mit Manfred Eberlein der Vorsitzende des Musikvereins als einer der wenigen verbliebenen Herren ins Flügelhorn, weshalb sein Stellvertreter Josef Schmucker die Begrüßung übernahm.

Im 27. Jahr kam das zur etablierten Tradition zählende Ereignis in höchster Qualität daher. Musikalischer Leiter Hermann Mack formte die über 60 Mitwirkenden - davon die meisten erst im Jugendalter - zu einem Spitzenorchester höchster Güte. In der ersten Reihe ließ sich nicht nur stellvertretende Landrätin und Bürgermeisterin Margit Kirzinger verwöhnen, sondern ebenso MdB Uli Grötsch mit Ehefrau Andrea. Zumal das musikalische Programm vom ersten Titel bis zur Zugabe ausschließlich aus Höhepunkten bestand. Der "Mussinan-Marsch" von Carl Carl aus Forchheim riss die Zuhörer zum Auftakt sofort mit, und trotzdem steigerte das Stück "Venezia" die Euphorie umgehend.

Aus der "Fledermaus"

Elisabeth Greß und Julia Beugler (beide Trompete) leisteten die ersten Solo-Einsätze in einer Fantasie der Strauß-Operette "Fledermaus". Überhaupt sorgte hier das Trompetenregister für eine exquisite Darbietung, die nur noch Mack selbst durch sein fulminantes Schlussdirigat toppte. "Das Beste" aus der Operette "Maske in Blau" war dem "Großen Vereinsorchester" dann gerade gut genug, um daraus auch das Beste zu machen.

Anne Marie Kals verzauberte mit einem gefühlvollen Oboen-Solo, dem Marcel Randig am Saxophon würdevoll folgte. Und wiederum glänzte Elisabeth Greß mit ihrem Trompeteneinsatz. Endlich verklang der kaum enden wollende Zwischenapplaus, so dass Mack den Taktstock an Gerlinde Gläser für eine besondere "Holzgeschichte" übergeben konnte. Mit Claudia Wolf (Flöte), Anna Hanauer, Franziska Helm und Kristin Mack (alle Klarinetten) im Vordergrund präsentierte das Orchester die so lautende Solopolka von Guido Henn und schuf daraus eine orkanartige Erfrischung musikalischer Art. Wer nun meinte, noch besser geht es nicht, wurde eines Besseren belehrt.

In einem unglaublich rasanten Tempo vibrierte die ganze Bühne beim unmittelbar darauffolgenden "Csardas". Mirijam Gläser gab diese Höchstgeschwindigkeit auf ihrer Klarinette vor, so dass Mama Gerlinde nur die Weitergabe mittels Taktstock an alle anderen Instrumentalisten blieb. Danach endlich eine Verschaufpause. Ein großes Helferaufgebot bewirtete die Gäste. Wieder startete das Orchester mit einem Marsch, und wieder zog es damit unverzüglich die gesamte Aufmerksamkeit auf sich.

Für das Sammelsurium aus "Beauty & the Beast" übernahm Conny Kraus das Dirigentenpult. Neben Elisabeth Greß und Julia Beugler zeigte dabei Patrick Eberlein (Flügelhorn) sein Können als Solist. Mit einer tiefen Verneigung zollte Mack selbst danach seinen Musikern die höchste Ehrerweisung, als sie das neu auferlegte Pflichtstück "Shaker Heights Fantasy" meisterlich in allen Facetten gekrönt hatten. Ideale Voraussetzungen also, um mit dieser gigantisch anmutenden Ballade und ihren gefühlten tausend Klangvarianten endlich den Sprung von der Ober- in die Höchststufe bei den heuer anstehenden Wertungsspielen zu schaffen.

Kleine Schützenhilfe

Bei all den Leistungen kamen auch die Gäste nicht zu kurz. Da passte das selbst kreierte Percussions-Arrangement aus dem Musical "Tarzan" so richtig, um das Publikum zum Mittanzen zu animieren. Der Spaß kam automatisch, denn die kleine Leonie leistete Mack bei der Vorgabe der Tanzfiguren tatkräftige Unterstützung. Entspannen und ganz eintauchen in das Glanzwerk "Music" schaffte das "Große Vereinsorchester" danach nahtlos. Klara Simone Busková (Saxofon), Kristin Mack (E-Piano) und Dominik Herzner (Bassgitarre) brillierten.
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