SPD-Kreisräte arbeiten mit Kämmerer Haushalt durch
Asyl und Altlasten

Lokales
Waidhaus
04.02.2015
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(gt) Der Kreishaushalt stand im Mittelpunkt der Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion im Waidhauser Rathaus. Es war zugleich der erste Auftritt des neuen Kreiskämmerers Alfons Bauer bei den Sozialdemokraten. Sein 91-Millionen-Euro-Entwurf stieß fast durchwegs auf Zustimmung.

"Erst die Bekanntgabe der Schlüsselzuweisungen hat mich von den schlaflosen Nächten befreit", gestand der Finanzchef des Landkreises. Gut getan hätten auch Mehreinnahmen durch US-Soldaten, die nicht im Lager wohnen. Das macht immerhin 900 000 Euro aus. Pressaths Bürgermeister Werner Walberer geht auch weiterhin von stabilen Zahlen aus.

Sorgen bereite trotz eines 100-prozentigen Kostenersatzes die Entwicklung im Asylbereich. Hierzu wünscht sich der Eschenbacher Fritz Betzl eine bessere Zusammenarbeit mit der Regierung der Oberpfalz. Am Sitzungstag stand ein Bus mit Asylbewerbern in Eschenbach. "Aber niemand wusste, wie viele Personen an Bord sind", beklagte Betzl.

Das Rekorddefizit der Stützelvilla bereitet den SPD-Räten Kopfzerbrechen. "Wir bräuchten einen Plan für die Zukunft", forderte Karolina Forster aus Eschenbach. "Was tut sich bei den Altlasten?", fragte Annette Karl. Immerhin sind im Haushaltsentwurf erhebliche Mittel eingestellt. "Bewegung in den vorbereitenden Untersuchungen", antworte Bauer. Das Thema werde den Kreistag und das Landratsamt aber noch lange beschäftigen.

Dass die Verwaltung des Kreises aus allen Nähten platze, sei bekannt. Dies und auch die Generalsanierung des Gymnasiums würden künftig einen finanziellen Kraftakt erfordern. Seit langem fordern die Basketballer auch eine Sanierung der Zuschauertribüne im Gymnasium, mahnte Annette Karl an.

Eine gewaltige Summe verschlinge der Tiefbau mit 7,58 Millionen Euro. Die rückläufigen Steuerkraftzahlen bereiten den SPD-Politikern Sorge. Fraktionssprecher Günter Stich freute sich dagegen über die Auskunft, dass die 2014 veranschlagte Rücklagenentnahme von rund 850 000 Euro nicht nötig sei. Damit erhöhen sich die Reserven des Landkreises. Der prognostizierte Fehlbetrag von rund 232 000 Euro dürfte für den Haushaltsabgleich kein Problem sein. Im Anschluss besuchte die Fraktion die Ausstellung "Grenzgeschichten" im Rathaus.
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