Tropenheißer Höhepunkt

Heiterkeit und Spaß zauberten Josef Kleber, Silvia Bösl, Christine Wellert, Markus Bauriedl, Hans Mäckl, Alexander Werner, Stefanie Träger und Jürgen Mensch (von links) mit der "Nacht der Nächte" auf die Waidhauser "Dorfbühne". Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
09.11.2015
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Fast 400 restlos begeisterte Zuschauer schaffte die "Dorfbühne" von Donnerstag bis Samstag. Denn kaum enden wollte der Beifall des Publikums nicht nur bei der sagenhaften Premiere von "Der Nacht der Nächte".

Zum 21. Mal lieferte die rührige Schar aus Laienspielern knallermäßige Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Minute. Schließlich ging es diesmal um den halben Globus, genauer gesagt vom "anderen Ufer" des Pfrentschweihers bis nach New York. Bei der Stückauswahl gelang Irene Landgraf durch den labyrinthartigen Handlungsverlauf ein toller Glücksgriff. Regisseur Josef Kleber schneiderte mit seiner Truppe aus dem Bühnenstück von Regina Rösch ein Werk, das nicht nur für die Region bestimmt war, sondern förmlich aus ihr zu kommen schien.

Lachen die beste Medizin

Ein bisschen städtisches Flair der "Ladies Night" durfte deshalb auch nicht fehlen. Spätestens zu diesem Höhepunkt noch im ersten Akt dürfte es nicht nur dem weiblichen Publikum tropenwarm ums Herz geworden sein. Bereits mit der Generalprobe am Donnerstag endete für die emsigen Darsteller der "Dorfbühne" ein zweieinhalb Monate währender Vorbereitungsmarathon. Schon zur Vorpremiere erfreuten die Mitwirkenden die "Rennsemmeln" vom HPZ Irchenrieth, Bewohner und Betreuer des "Seniorenhauses im Naturparkland" und die Mitglieder mit viel Spaß, Heiterkeit und ausgelassenem Schabernack. Getreu dem Motto "Lachen ist die beste Medizin", verteilten sie genau diese ebenso an das Premierenpublikum am Freitag, wie bei der Aufführung am Samstagabend - und ernteten dafür minutenlangen Applaus. Akteure und Helfer glänzten im Zeichen eines perfekten Zusammenspiels: vor, hinter, unter und auf der Bühne dieser so großen und wertvollen Theaterfamilie.

Es macht wenig Sinn, jemand besonders heraus zu heben, da alle gleichermaßen auf sehr hohem Niveau brillierten. Aber genannt werden dürfen sie zumindest alle. Neben Spielerregisseur Kleber stand seine Ehefrau Silvia auf den "Brettern, die die Welt bedeuten". Die Gäste durften sich an einem Wiedersehen mit Silvia Bösl, Jürgen Mensch, Christine Wellert und Alexander Werner erfreuen. Hans Mäckl schlüpfte in eine richtige Charakterrolle, weshalb es Martin Bauriedl von Minute zu Minute unheimlicher wurde. Fast schon erbarmungslos hämmerten die Pointen - gespickt mit kraftvoller Mimik und umwerfender Gestik - auf die Zuschauer ein und malträtieren die Lachmuskeln.

Neuzugang Stefanie Träger machte es den "Alten" souverän nach, zeigte Spielfreude und fühlte sich wohl im Ensemble. Dies zeigte sie gleich zu Beginn bei der Begrüßung vor dem noch geschlossenen Vorhang an der Seite von Philipp Kleber, mit dem dem Grenzland ein zweiter Christian Müller geschenkt zu sein scheint. Den Pausenverkauf organisierten Karlheinz Hagner, Elfriede und Willi Helgert sowie Lorenz Kleber. Für eine tadellose Licht- und Tontechnik stand Experte Hartmut Wamser seinen Mann, während Souffleuse Brigitte Krämer eine ruhige Kugel schieben konnte.

Schlussapplaus

Zum Schlussapplaus holte die begeistert gefeierte Gruppe noch Martina Wettinger und Susi Lang mit auf die Bühne, die mit hervorragender Schmink- und Kostümarbeit genauso zum Gelingen beitrugen.

Es gibt noch rund 40 Karten für die Termine am Sonntag, 22., und Freitag, 27. November, jeweils um 20 Uhr. Außerdem gilt das Versprechen der Theaterleute weiterhin: Es wird keiner nach Hause geschickt, der kurzentschlossen auch ohne Karte an einem der noch ausstehenden Abende auftaucht.
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