Unterrichtsstunde im und um den Bus
Gefahren des toten Winkels

Lokales
Waidhaus
23.06.2015
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Toter Winkel? Was genau das ist, erfuhren die Grundschüler bei einer besonderen Schulstunde. "Wenn ich den Busfahrer weder im Spiegel sehe, noch direkt in die Augen schauen kann, so kann er mich auch nicht sehen", hieß es da. Für Lkw gilt dasselbe.

Gefährdet sind oft Kinder. Um dem Nachwuchs die Bedeutung der Gefahr möglichst nachhaltig zu erklären, stellte Unternehmer Tino Bayer aus Pleystein Busse zur Verfügung, Lehrer Bernhard Plößl mimte den Fahrer und Johannes Schubert vom ADAC Nordbayern erklärte: "Besonders hoch ist das Unfallrisiko, wenn ein Lkw oder Bus an der Ampel steht und nach rechts abbiegen will. Ein Radfahrer zwischen Lkw und Bürgersteig kann vom Fahrer nicht gesehen werden." Auch ein Kind, das mit seinem Rad auf dem Gehweg fährt, gerate leicht in den toten Winkel. Beim Abbiegen könne es dann schnell zu schweren Unfällen kommen.

Mit dem Verkehrssicherheitsprogramm "Toter Winkel - Todes Winkel" sollten die Kinder lernen, diese Gefahr des Straßenverkehrs zu erkennen. Im vergangenen Jahr haben in Nordbayern 144 Klassen mit mehr als 3100 Schülern an der Aktion teilgenommen. Vor allem der Rollentausch machte den Kindern Spaß und manche staunten nicht schlecht, als sie ihre Mitschüler vom Fahrersitz aus plötzlich nicht mehr im Blick hatten. So konnte sich jeder Teilnehmer selbst vom toten Winkel überzeugen. Als Merksatz gab Schubert den Kindern mit auf den Weg: "Blickkontakt schafft Partnerschaft." Und sollte sich jemand unsicher sein, so sei es stets gescheiter, auf die Vorfahrt zu verzichten und so einen Unfall zu vermeiden. Für die Schule war die Aktion kostenlos. Als Beauftragter des AMC nahm Hans-Jürgen Krause an der Schulung teil.
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