Volkstrauertag: Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch rückt Anschläge von Paris in den Mittelpunkt
"Abscheuliche Form von Gewalt"

Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch übernahm die Ansprache am Kriegermahnmal zum Volkstrauertag. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
17.11.2015
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Die schrecklichen Ereignisse in Paris haben auch die Menschen im Markt mit großer Sorge und Trauer aufgenommen. Dies wurde am nassen und windigen Volkstrauertag deutlich. Die Musikanten des Vereinsorchesters meisterten trotzdem ihren Auftrag. Sehr gering war das Interesse der Bevölkerung. Selbst in der wesentlich kleineren Autobahnkirche reichte der Platz beim vorangehenden Gottesdienst.

Endlich aufhören

Beim anschließenden Gedenkakt leitete Kriegervereinsvorsitzender Franz Planner das Geschehen mit strengen Kommandos. Für den Zug zum Kriegermahnmal hielt die Feuerwehr den Verkehr auf der Durchgangsstraße für wenige Minuten an. Die Autos übertönten fast die Ansprache des Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch. Wer jedes Wort verstehen wollte, musste sich gehörig konzentrieren. "Ob die Toten, deren wir gedenken, uns nicht auch zuflüstern: Wir haben uns geirrt. Es ist keine Ehre, für sein Vaterland zu sterben. Krieg findet kein Ende, wenn ihr nicht endlich und konsequent damit aufhört."

Und weiter: "Terror, ein Wort, dass wohl alle von uns gestern und vielleicht auch schon heute im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris zigfach gehört haben. Weil uns diese abscheuliche Form von Gewalt schon so nah gekommen ist."

In Deutschland verhindern

Aus seiner täglichen Arbeit im Bundestag wisse er, wie intensiv die deutschen Sicherheitsbehörden daran arbeiteten, derartige Anschläge in Deutschland zu verhindern. Hundertprozentige Sicherheit könne jedoch selbst das beste Überwachungssystem nicht bieten.
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