"Waidhaus macht Mut"

Über "Frauen in kommunaler Verantwortung" diskutierten Brigitte Wata, Annette Karl, Margit Kirzinger, Monika Zeitler-Kals, Vera Stahl, Dr. Simone Strohmayer, Ruth Müller und Stefanie Mark (von links). Sie sprachen darüber, wie man die Frauen-Quote erhöhen kann. Bild: fz
Lokales
Waidhaus
11.08.2015
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"Frauen in kommunaler Verantwortung": Ein positives Beispiel bekamen die frauenpolitische Sprecherin und Vizevorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Simone Strohmayer, und ihre Kollegin MdL Ruth Müller, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Pflege, in Waidhaus vor Augen geführt.

In der Frauenwoche der SPD-Landtagsfraktion besuchten die Parlamentarierinnen ihre Kollegin und SPD-Kreisvorsitzende, MdL Annette Karl. Beim Frauenfrühstück im Hotel "Number One" stand das Thema "Frauen in kommunaler Verantwortung" auf der Agenda. "Als ich das Thema vorgegeben bekam, gab es für mich eigentlich nur Waidhaus", betonte Karl.

Fest verankert

Margit Kirzinger sei eine engagierte SPD-Kommunalpolitikerin, stellvertretende Landrätin und Bürgermeisterin. Außerdem waren die Waidhauser Markträtinnen Monika Zeitler-Kals und Vera Stahl vertreten, ebenso Stefanie Mark und Brigitte Warta, Markträtin aus Eslarn. "Wir SPD-Frauen sind fest verankert in Waidhaus", stellte Kirzinger fest. Stahl ist Gruppenführerin in der Feuerwehr, Zeitler-Kals ist im Musikverein und Kräuterexpertin. "Man muss der Bevölkerung schon zeigen, dass man für das Allgemeinwohl da ist, aber auch dass man Sachkenntnis und Wissen hat", sagte Kirzinger.

Dann seien die Frauen Männern nicht unterlegen. Wie sehr sie überlegen war, führte sie mit ganz neuen Wegen und Aktionen im Wahlkampf an, die den beiden SPD-Gastfrauen das Staunen ins Gesicht trieb. "Das ist der Unterschied zu den Städten", meinte Karl. "Es ist nicht einfach damit getan, dass wir Frauen auf der Liste platzieren, die nicht bekannt sind. Die Frage stellt sich auch mit der Langfristigkeit. Da gilt es, Frauen zu unterstützen."

Nicht familienfreundlich

Stahl berichtete, dass für sie Kommunalpolitik nur möglich ist, weil sie ihr Mann und die Großeltern entlasten. "Politik ist nicht familienfreundlich." Das halte Frauen oft davon ab. "Dabei ist es wichtig, dass Damen dabei sind", sagte die Bürgermeisterin. "Sie denken anders und bringen Lebensnähe in den Gemeinderat." Karl appellierte auch, sich nicht in klassische Frauengebiete in Ausschüssen abdrängen zu lassen. "Wir müssen entscheidende Ausschüsse besetzen", fügte Kirzinger mit Blick auf den Kreistag an.

In den vergangenen Jahren habe sich der Frauenanteil in der Kommunalpolitik nicht erhöht, erklärte Strohmayer. In der Oberpfalz sind in Stadtparlamenten 30, in Kreisparlamenten 22 und in Gemeinderäten 16 Prozent Frauen, informierte Müller. Bei Kirzinger bewunderte sie den langen Atem mit drei Kandidaturen. "Waidhaus macht Mut", schloss sie.
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