Waidhauser besuchen Moschee in Weiden
Koran und Kuppel

Tugba Nezir (rechts) wirkte für die interessierte Gruppe aus Waidhaus als Übersetzerin von Imam Hüseyin Cetin (Mitte). Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
18.06.2015
20
0
Barrieren überwinden und Vorurteile gegenüber Andersgläubigen abbauen. Dieses Ziel steckten sich Pfarrangehörige. In der Moschee der türkischen Gemeinde in Weiden wurde dem Islam nachgespürt. Vorsitzender Ergün Nezir konnte seine Tochter Tugba als Übersetzerin von Imam Hüseyin Cetin gewinnen.

Die Waidhauser mussten ihre Schuhe im Vorraum zurücklassen. Der Eindruck der Moschee mit ihrem lichtdurchfluteten Raum und dem rotem Teppich war beeindruckend. Die Katholiken staunten über die Kanzel und den Vorbeter. Noch mehr Aufmerksamkeit erregten die Koran-Verse, die von der Kuppel herunter hallten.

Zu den Namen der vier Heiligen Bücher gab es weniger Fragen, aber dagegen wesentlich mehr zu der Aussage, dass die Frauen auf der Empore beten. Obwohl im Vortrag des Vorbeters schon vieles über den Islam vermittelt wurde, nutzten die Waidhauser die Gunst der Stunde und zeigten sich wissbegierig.

Pfarrer Georg Hartl dankte mit einem Körbchen voller Süßigkeiten für die Kinder der Verantwortlichen. Im anliegenden Laden erwarben die Gäste noch türkische Spezialitäten wie Süßspeisen, Nüsse, Feigen, Tee oder Oliven. "Beglückt von der Herzlichkeit dieser Begegnung und beruhigt über die Friedfertigkeit dieser Religion", zeigten sich die Waidhauser angetan. Gemeinsam sann die Schar noch lange über die Koran-Sure: "Wer einen Menschen tötet, der tötet die ganze Welt, und wer ein Leben rettet, der rettet die ganze Welt."
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.