Waidhauser Nationalhymne

Über viel Applaus und ein begeistertes Publikum freute sich die "Waidhauser Stubenmusik mit Sängern" unter Leitung von Bernhard Kreuzer (rechts) und mit Ansager Hans Mäckl (Zweiter von links) am Mittwochabend. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
06.08.2015
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Die "Waidhauser Sommerserenaden 2015" sind schon vor ihrem Abschluss ein voller Erfolg. Die magische Grenze von 1000 Besuchern knackte die Reihe am Mittwochabend mühelos.

Betty Wölfel mit ihren 90 Jahren sowie Bürgermeisterin Margit Kirzinger lauschten und genossen die Stubenmusik in der ersten Reihe. Hinter den beiden großen Fans des Ensembles taten es ihnen 200 weitere Gäste gleich. Die musikalische Formation unter Leitung von Bernhard Kreuzer wuchs an diesem Abend fast über sich selbst hinaus.

Über eineinhalb Stunden hielten die Titel den Serenadenplatz bei Stimmung. Ein großer Applaus nach jedem Stück, schunkelnde Bankreihen und ein kräftig mitsingendes Publikum prägte den lauschigen Abend von der ersten bis zur letzten Minute. Rund 120 Sitzplätze richten die Helfer jeweils für die Auftritte her. Das war am Mittwoch eindeutig zu wenig.

Die Gemeindechefin öffnete das Gemeindezentrum, damit sich viele Gäste noch selbst mit Stühlen aus dem Rathaussaal versorgen konnten. In diese Auftaktstimmung präsentierte die "Stubenmusik" ihren ersten Titel. Conférencier Hans Mäckl, selbst Sänger und Macher inmitten der Gruppe, strahlte. Bis auf die gegenüberliegende Straßenseite gab es zwar kein freies Blickfeld auf die Bühne, doch deutlich ließ sich der Klang auch hier noch vernehmen. Mischtechniker Stefan Dierl lieferte sehr gute Arbeit.

"Wilde Rosen aus Böhmen"

Auf dem ganzen Platz gefielen nicht nur die kräftigen Männerstimmen zum besonderen Stil, sondern in gleicher Weise die Lieder. "Wilde Rosen aus Böhmen" oder das "Wolgalied" scheinen den Musikern förmlich auf den Leib geschneidert zu sein. Dazu passte die Ausstrahlung einer Art Wiener Schrammelmusik in großer Besetzung und harmoniereicher Abstimmung.

"Das ist Engagement pur", lobte Mäckl seinen Mitstreiter Helmut Meier (Geige), der wieder eigens aus München anreiste. Und Reinhard Zilk (Kontrabass) kam mit Helmut Meindl aus Schönsee herüber. Den Männerchor vervollständigten Hermann Wölfel, Josef Dierl, Richard Wölfl und Ludwig Greß sen. An den typischen "Stubenmusik"-Instrumenten bestimmten die Frauen das Geschehen. Es musizierte die Stammbesetzung aus Maria Zitzmann, Kerstin Wilka-Dierl, Regina Messer und Sonja Kick.

Spätestens beim "Weißen Holunder" waren die Zuhörer vollends aus dem Häuschen. Einen tosenden Extraapplaus löste trotz der fortgeschrittenen Zeit alleine die Wiederholung des "Weisen Marabus" aus. Ebenso lautstark fiel das Mitsingen bei vielen Liebhabern dieser heimlichen Waidhauser Nationalhymne aus.

Mehrer Zugaben

Mit der eigenen Zusammenstellung unterschiedlichster Gassenhauser für die zweite Zugabe übertraf die Gruppe das bisherige Geschehen auch noch. Heike Bauriedl musste den großen Ansturm am gemeindlichen Imbiss dieses Mal auch noch selbst bewältigen, nachdem ihr Ehemann, zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl, als Bassist des Männerchors mitten im Geschehen aktiv war.
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