Windräder bleiben eine Option

Wenn die Zeit für die beiden Waidhauser Windräder abläuft, will der Marktrat das Gelände trotzdem für den Bau von Ersatzanlagen reserviert wissen. Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
14.10.2015
12
0

Ein erneuter Bauantrag zeugte einmal mehr von der groß angelegten Modernisierung in der Megal-Verdichterstation. Dies war aber nur ein Thema von vielen im Waidhauser Marktrat.

Eifrig studierten die Markträte die Pläne zum Austausch der fünften Maschineneinheit in der Haupthalle und genehmigten das Vorhaben einstimmig. Genauso einmütig zeigte sich das Gremium zu einer schriftlichen Anfrage des Landratsamts. Wieder einmal ging es um mögliche Flächen zur Nutzung von Windenergie im ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet. Auf eine Herausnahme des Bereichs um die bestehenden Windräder beim "Alten Grenzübergang" hatten sich die Ratsherren vor Jahren verständigt.

Bürgermeisterin Margit Kirzinger bat darum, eine Wiedererrichtung an gleicher Stelle zu bedenken, wenn die Zeit der jetzigen Anlagen abläuft. Die vom Landratsamt empfohlene Rücknahme erhielt nach diesem Hinweis und kurzer Diskussion eine Abfuhr.

Neues vom Supermarkt

Zu den Erweiterungsplänen des Supermarkts "Netto" an der Autobahnausfahrt hatte die Rathauschefin eine aktuelle Mitteilung des Investors erhalten. Sobald es aus dem Landratsamt "grünes Licht" gebe, könne man mit dem Bau beginnen.

In der Waidhauser Bahnhofstraße könnten weitere 13 Flüchtlinge dezentral ein neues Zuhause finden. Einen entsprechenden Mietvertrag hätten die Eigentümer mit dem Landratsamt bereits abgeschlossen.

Stellung nahm Kirzinger zu den Überschreitungen der Haushaltsansätze bei den jüngsten baulichen Maßnahmen: "Schätzungen sind teilweise einfach erforderlich, wobei die Realität dann Abweichungen mit sich bringt." Bereits die Kostenermittlung des Ingenieurbüros hätte den eingestellten Betrag von 35 000 Euro für die Sanierung des Hammergrabens als nicht haltbar erwiesen. Dass im Anschluss auch die geschätzte Summe von 57 000 Euro nicht ausreichte, weil selbst das günstigste Angebot noch bei 64 000 Euro lag, habe die Situation noch verschärft. Die Schlussrechnung des Tiefbau-Unternehmens Holfelder aus Georgenberg sei zumindest mit 60 804 Euro dann doch geringer ausgefallen.

Analog argumentierte die Bürgermeisterin beim Ausbau der Verbindungsstraße zwischen "In der Au" und dem Gewerbepark. Beim Beschluss des Haushalts rechnete die Kommune mit Kosten von 60 000 Euro. Die Ausschreibung brachte als günstigstes Angebot nur eine Realisierung für 173 000 Euro. Erleichterung machte sich auch hier erst mit der Schlussrechnung breit, weil diese rund 77 000 Euro ausmachte. Weitere 15 000 Euro fielen für die Anschlüsse entlang der Straße "In der Au" an. Abschließend ließ die Bürgermeisterin jedoch keinen Zweifel: "Durch erhöhte Gewerbesteuereinnahmen waren auch die Mehrkosten gedeckt."

Zwei Verkehrsprobleme monierte Josef Schmucker. Einmal ein Schlagloch bei der Einmündung des Narzissenwegs, und zum anderen die schlechte Sicht aus der Einmündung bei der Raiffeisenbank in die Hauptstraße. Als Lösung forderte er das Aufstellen von Pollern. Nicht nur bei Kirzinger fand er hierfür sofort Unterstützung. Auch Johannes Zeug drängte auf ein schnelles Handeln: "Das ist unmöglich, wie da am Wochenende geparkt wird, und wehe du sprichst die Betreffenden an." Zusätzlich hielt er dasselbe Vorgehen für den Bereich vor der Sparkassenfiliale für notwendig: "Diese Leute sind total uneinsichtig."

Käferbefall bereitet Sorge

Ewald Zetzl brannte der aktuelle Käferbefall im Gemeindewald auf den Nägeln: "Immerhin sind bereits 20 Bäume betroffen." Für diesen Hinweis bedankte er sich bei Försterin Maria Herwig. Als Fachmann hielt Zetzl ein Handeln für "waldbaulich dringend notwendig", weshalb er zu einer Ortsbegehung - auch wegen der Zusage von Holz für den Sportverein Pfrentsch - riet.

Vera Stahl brachte den Ortsweiher in Hagendorf zur Sprache. Nach Beruhigung der Situation und keinen weiteren Klagen werde eine Verschiebung der geplanten Sanierung um ein Jahr wahrscheinlich, erhielt sie von der Bürgermeisterin zur Antwort. Georg Kleber bat darum, das "Zone 30"-Schild in Pfrentsch freizuschneiden, damit es wieder sichtbar werde.
Weitere Beiträge zu den Themen: Sparkasse (9730)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.