Zwischen Himmel und Erde

Das Publikum unterstützte das Feilschen um Zugaben zwischen Bürgermeisterin Margit Kirzinger (Vierte von links) und Chorleiter Hans-Josef Völkl (am Geländer, rechts). Bild: fjo
Lokales
Waidhaus
16.07.2015
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Besondere Musik genossen die Waidhauser am Mittwochabend: Die "Gospelsingers" aus Waldau verwöhnten die Besucher im Serenadenhof auf ihre Weise.

Das 24-köpfige Ensemble mit Leiter Hans-Josef Völkl aus Burgtreswitz lieferte eine romantische Stunde. "Falling in Love with You" war da nicht bloß ein Titel, sondern erfüllte sich mit Leben zwischen Publikum und Chor. Prächtig verstanden es die jungen Sängerinnen, darauf ein "Halleluja" zu setzen und die Wirkung bei den Zuhörern abzuwarten.

Moderator gesucht

Und schon holte Völkl die Besucher schnell wieder auf die Erde zurück mit der Frage: "Warum nur will niemand den Moderator hier machen?" Bevor sich der eine oder andere darüber den Kopf zerbrach, lösten die "Gospelsingers" den Fortgang auf ihre Weise.

Mit der Premiere des Karat-Klassikers "Über sieben Brücken musst du geh'n" waren alle Gedanken schnell wieder bei der eigentlichen Sache des Abends. Selbst im letzten Winkel konnte niemand dem Flair entkommen, als ein frenetisch gefeiertes "An Tagen wie diesen" darauf anschloss.

Zum Beginn des letzten Drittels erinnerte sich Völkl an die Initiatorin des Auftritts. Die einzige Waidhauserin im Klangkörper, Hermine Kleber, hatte das Konzert mit Bürgermeisterin Margit Kirzinger und Serenadenorganisatorin Heike Bauriedl eingefädelt. Als der Leiter auch noch erwähnte, dass Kleber erst kürzlich 75. Geburtstag gefeiert hatte, brandete der Applaus erst so richtig auf. Nur wenige Instrumenten waren zu hören. E-Piano spielte Jenny Spitzner und Gitarre Berthold Völkl aus Pleystein.

Wie exzellent die Titel im Zuschauerraum ankamen, zeigte noch ein anderes Novum: Mit Smartphones filmten viele Gäste einen Mitschnitt. Kein Sitz war frei geblieben. "Das war ja eine herrliche Serenade mit so vielen wunderschönen Liedern", dankte Kirzinger.

Dem Publikum sprach sie mit dem augenzwinkernden Hinweis an die Gospelsingers aus den Herzen: "Ohne Zugabe geht da natürlich bei uns hier gar nix. Wir wollen eher zwei oder drei Stücke." Nach kurzem Feilschen teilte sie mit, zwei Zugaben herausgehandelt zu haben. Abschließend lud die Rathauschefin zur nächsten Serenade am Mittwoch, 22. Juli, ein. Dann werden die Rocker von "One Way" aufspielen.
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