Breitbandausbau startet
Pflug bring schnelles Internet

Vor Ort besprachen die Vertreter der Baufirmen und der Telekom mit Bürgermeisterin Margit Kirzinger und Bauamtsleiter Reinhard Mathy (Mitte) den Ablauf der Erschließung mit Glasfaserkabeln. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
18.07.2016
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Großflächige Leitungsarbeiten prägen ab dieser Woche für längere Zeit die Marktgemeinde. Der Beginn des Glasfaserausbaus steht unmittelbar bevor und startet für den Ortsteil Reichenau.

Die neue Glasfaserleitung wird beginnend vom "Alten Grenzübergang" bis zum neuen Verteilerkasten beim Schützenhaus Reichenau verlegt. Der Graben wird im freien Gelände neben der Ortsstraße unter Anwendung des so genannten "Einpflügens" der Leitung in einer Tiefe von rund 60 Zentimetern erledigt.

Glasfaser- und Kupferkabel


Im Ortsbereich von Reichenau wird direkt neben der Straßenkante gebaggert werden. Insgesamt sind hier rund vier Kilometer Glasfaserkabel in Erdverlegung eingeplant. Während die Häuser im Nachbarort Grafenau bis ins Haus versorgt werden, läuft die Versorgung der Anwesen in Reichenau weiterhin über Kupferkabel, wobei die Glasfaserleitungen bei der Hauptverteilung beim Schützenhaus enden.

Für die Bauarbeiten sind etwa vier Wochen vorgesehen. Ab wann die Leitung dann in Betrieb geht, ist noch nicht bekannt. Die T-Com hat laut Vertrag bis Ende 2017 dazu Zeit. Weitere Details erfolgten in Abstimmung mit der Marktgemeinde, weshalb Bürgermeisterin Margit Kirzinger vor dem Schützenhaus Reichenau mit Bauamtsleiter Reinhard Mathy auf Franz Koch von der Fränkischen Baugesellschaft und Stefan Hauser von der T-Com traf.

Der Ausbau in Reichenau und Grafenau mit Hagendorf, Reinhardsrieth und dem Gewerbepark in Waidhaus ist erst der Anfang. 200 Haushalte bekommen dadurch Breitband-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 MBit/s (Megabit pro Sekunde). Die Rathauschefin unterzeichnete den Vertrag mit der höchsten Einzelsumme, die die Kommune in ihrer bisherigen Geschichte ausgibt. 803 920 Euro sind für den Grenzmarkt kein Pappenstiel, auch wenn es eine stattliche Förderung gibt.

Mehrwert für Immobilien


"Wir haben mit der Telekom einen starken Partner an unserer Seite. So können wir unseren Bürgern und Unternehmen in Kürze den begehrten Zugang zum schnellen Internet ermöglichen", sagte Kirzinger. Auch für Arbeitnehmer mit Home Office und Selbständige sei eine schnellere Anbindung an das Netz entscheidend und ein Mehrwert für jede Immobilie: "Breitband ist ein wichtiger Standortfaktor."

Dadurch, dass der Markt das Verfahren zügig abgewickelt hat, rechnet die Telekom mit dem Abschluss der Maßnahmen bis Herbst. Ein Zuschuss in Höhe von 80 Prozent, das sind 643 136 Euro, sind vonseiten der Regierung bereits genehmigt. Für den Markt verbleibt ein Eigenanteil von 160 784 Euro. Sobald alle Kabel verlegt und die Multifunktionsgehäuse aufgestellt sind, erfolge der Anschluss ans Netz der Telekom. In der Regel vergehen zwischen dem Vertragsabschluss und der Buchbarkeit der Anschlüsse etwa zwölf Monate, sagte der Vertreter von T-Com.
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