Breitbandausbau und Eslarner Straße Themen im Waidhauser Marktrat
Keine lange Leitung

Die Neugestaltung des Platzes am Beginn der Eslarner Straße läuft auf Hochtouren. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
13.05.2016
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Die Marktgemeinde Waidhaus hat sich ein hohes Ziel gesteckt: Bis Ende Juni soll die Neugestaltung des Ortseingangs am Beginn der Eslarner Straße abgeschlossen sein.

Die Wasserleitung zur Inbetriebnahme des Brunnens in der neuen Nepomukanlage baut die ausführende Firma mit dem sogenannten Pressdruckverfahren. Bei der Autobahnkirche erfolgte der Durchschuss auf die andere Seite. Darüber informierte Bürgermeisterin Margit Kirzinger in der Marktratssitzung.

Für die Maßnahme tritt die Gemeinde als Bauherr auf, begleitet vom Landratsamt als technischer Fachbehörde. Architekt Rudolf Meißner aus Waldthurn erstellte die Pläne, während das Ingenieurbüro Bamler aus Vohenstrauß die Ausführung betreut. Für die Tiefbauarbeiten ist die Firma Michael Baumer aus Oberviechtach zuständig. Die Beleuchtungsanlage samt Stromanschluss übernimmt das Bayernwerk.

Für das Rathaus stand eine moderne Telefonanlage im Gespräch. Seit November 2007 nutzte die Verwaltung ein gemietetes System. Nachdem die Abschaltung des ISDN-Netzes bevorstehe, sei eine Umstellung erforderlich. Die Entscheidung fiel einmütig auf das Angebot der Telekom zum Preis von 6117 Euro. Eine Bestellung erfolgte - auch ohne Haushaltsmittel - nachdem Deckungsmöglichkeiten durch den Verzicht auf eine geplante Ergänzungsausstattung für den Unimog aufgetan waren.

Bundesprogramm anzapfen


In Sachen Breitbandausbau diskutierte der Rat die weitere Vorgehensweise. Vielerorts laufen die ersten Leitungsverlegungen im ersten Förderabschnitt. Die mit der Planung beauftragte Fachfirma habe im zweiten Schritt ein Anzapfen des Bundesprogramms geprüft, ließ Kirzinger wissen. Als Ergebnis wurde ein Einstieg empfohlen, auch wenn es nur 50 Prozent Zuschuss für die Baumaßnahmen geben könne. Damit seien aber auch die Aufnahme des Ist-Zustands und das Unterbreiten von Vorschlägen inklusive der Ermittlung des Kostenvolumens zu weiteren Ausbaumöglichkeiten verbunden.

"Wir erhielten somit einen 'Glasfaser-Leerrohr-Masterplan', der zudem Grundlage für eine Aufnahme in das Bundesprogramm ist." In einer Zusammenfassung der bisherigen Förderkulisse erinnerte Kirzinger an die bayerischen Mitteln, so dass sie eine Förderung von 80 Prozent für möglich hielt: "Mit Eigenmitteln von 300 000 Euro könnten wir die Gemeinde bestens erschließen." Der Marktrat folgte dieser Begründung einstimmig.

Ausführlich informierte Kirzinger mit Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl über das zusätzliche Förderprogramm des Amts für ländliche Entwicklung. Die Sanierung der drei Ortsstraßen in Reichenau rücke damit wieder in greifbare Nähe. Der Förderantrag sei bis 31. Mai zu stellen.

Der Dorfplatz in Pfrentsch müsse hingegen für die zweite Vergabe zurückgestellt werden, da dafür nur Entwürfe vorlägen, es aber noch keine Beteiligung der Bürger und Anlieger gegeben habe. "Wenn die das bekanntgeben und dann eine Frist von sechs Wochen bis zum Einreichen setzen, ist das schon der Hammer", monierte CSU-Fraktionssprecher Stefan Harrer die Förderrichtlinien.

Kirzinger bemerkte hingegen, dass "diesen so engen zeitlichen Korridor nur wenige Kommune schaffen dürften". Dies sei somit gut für die fertig vorliegende Planung für Reichenau, um in diese Förderung zu kommen, "auch wenn die Zuteilung im Losverfahren erfolgt".

Der Turnerplatz in Reichenau und die Dachbodensanierung des ehemaligen Schulhauses in Hagendorf wären noch weitere Projekte, bestätigte die Rathauschefin auf Nachfrage von Wolfgang Bauriedl (Pfrentscher Liste) zur Rückstellung des Dorfplatzes in Pfrentsch. Ewald Zetzl (CSU) regte an, auch den neuen Brunnenplatz in die Planung aufzunehmen. UWG/PL-Fraktionssprecher Josef Schmucker bat "mit Blick auf den Marktplatz, nicht zu viele Töpfe aufzumachen". Einstimmig entschied sich das Gremium für den Antrag, da 60 Prozent auf die Nettosummen bezuschusst werden - ohne Planungskosten und Folgelasten.

"Meilenstein der Zeit"


Für den Waidhauser "Meilenstein der Zeit" sei wegen des Motivs nochmals mit Vertretern des Heimatkundlichen Arbeitskreises diskutiert worden. Eventuell ließe sich auch das Thema Verkehr ansprechen, wenn auch keine konkreten Vorschläge genannt waren. Nun sei eine Entscheidung auf die Köpfe Genschers und Dienstbier gefallen, weil dieses Datum ein freudiges Ereignis gewesen sei.

Wegen des Falls des Eisernen Vorhangs sollten noch Stacheldraht und Bolzenschneider verewigt werden. Nun werde ein Entwurf erwartet, der im Marktrat vorgestellt werden soll. Das Monument werde aber nicht aus Granit sein, da für die Verbotene Straße nur Sandstein möglich sei.
Mit Eigenmitteln von 300 000 Euro könnten wir die Gemeinde bestens erschließen.Bürgermeisterin Margit Kirzinger zum Breitbandausbau
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