Bürgerversammlung in Reinhardsrieth
Ende der digitalen Diaspora

Viele Reinhardsriether waren am Donnerstagabend zur Ortsteilversammlung in den "Peternhof" gekommen. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
11.03.2016
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Einen großen Teil des Marktrats hatte Bürgermeisterin Margit Kirzinger ins Gasthaus "Peternhof" mitgebracht. Zum Beginn der Ortsteilversammlung dankte sie den Reinhardsriethern für das ansehnliche Ortsbilds. Im Vordergrund standen die Wünsche und Anliegen der Bürger.

Reinhardsrieth. Zum Ausbau der Breitbandversorgung wartete Kirzinger mit einer topaktuellen Information auf, nachdem eine Mitteilung der Telekom im Rathaus eingegangen war: Baubeginn noch im März, Fertigstellung bis August. Die Begeisterung in der Verwaltung teile sie gerne mit den Bewohnern. "Ich hoffe, dass es die Bürger auch freut, wenn es so schnell etwas wird." Handle es sich doch um "ein Thema, das allen auf den Nägeln brennt." Gerade Reinhardsrieth sei auf digitalem Gebiet Diaspora. Die Oberleitungen kommen weg, nachdem Graben für die Erdkabel gezogen werden.

Feuerlöschteich ein Thema


"Nachdem hier bislang nur eine Versorgung über Telefonmasten besteht, wird es eine Umstellung auf Glasfaser bis zu allen Anwesen geben", ergänzte stellvertretende Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl. Auf Nachfrage bestätigte Verwaltungsangestellter Reinhard Mathy, dass ab Januar 2018 Deutschland auf Internet-Telefonie umgestellt werden soll. Als zweites Thema griff die Bürgermeisterin den Feuerlöschteich auf, für den eine Regelung immer noch ausstünde. Die Feuerwehr sei nicht in der Lage, die Pflege zu leisten. Dennoch hätte die Kommune ein großes Interesse daran, das Gewässer als Reservoir im Rückhalt zu wissen. "Wir müssen dieses Wasser einfach vorhalten." Ein neuer Pächter sei noch nicht gefunden, aber eine Einzäunung werde es nicht mehr geben.

Zur Sprache kam dazu der Hydrant im unteren Ortsbereich, für den ein neues Dichtungsgestänge in Eigenleistung durch den Bauhof als Lösung der Leckage gesehen werde. Auch auf die Anbringung des Verkehrsspiegels bei der Ortskapelle ging Kirzinger ein. Schadhafte Bereiche in der Straße zwischen Hagendorf und Reinhardsrieth brachten Anneliese Wirth und Alois Völkl auf den Tisch. Eine Ortsbesichtigung sagte die Bürgermeisterin gleich zu und Wilka-Dierl will sich deswegen mit einer Baufirma in Verbindung setzen. Anja Puff bat um eine Erweiterung des Hinweisschilds beim Feuerwehrhaus um die Hausnummer ihres Anwesens. Die Rathauschefin ergänzte, dass sämtliche Hausnummern mit aufgenommen werden sollten, die im unteren Ortsbereich angesiedelt sind. Die maroden Begrüßungsschilder brachten Teresita und Alois Völkl zur Sprache, mehrere Bürger den Zustand der Ruhebänke im Ortsbereich.

Die uralten Linden bei der Feldkapelle sprach Anton Nickl an, nachdem er dort beschädigte Äste bemerkt habe. Im Wurzelbereich bestünden zudem erhebliche Schäden an der Asphaltdecke. Er bat um Eile, solange die Bäume noch nicht ausgetrieben hätten. Kirzinger sicherte ein umgehendes Aufnehmen des Anliegens zu. In Sachen Kaltlohweg sah sie jedoch wenig Hoffnung auf eine Fortführung des Ausbaus Richtung Miesbrunn, nachdem es sich um eine Straße der Nachbarkommune Pleystein handle. Die wichtigsten Maßnahmen aus dem Gemeindehaushalt listete die Bürgermeisterin abschließend auf und informierte über verschiedenen Maßnahmen. Sie erwähnte die drei Klassenzimmer, die moderne Visualizer erhalten sollen. Ein zweites Mähwerk sei für den Unimog eingeplant, der Fortgang der Quellsanierungen zum Fortbestand der guten Wasserqualität stehe oben an. Auf 2017 seien die beiden Leader-Projekte verschoben, nachdem europäische Zuschüsse erwartet würden.

Fehlendes Interesse


Josef Balk wollte wissen, warum das Kriegermahnmal auf dem Marktplatz in Waidhaus versetzt werde und die Bushaltestelle verlegt. Seiner anschließenden Kritik widersprachen die Markträte und bemängelten dabei ein fehlendes Interesse im Vorfeld der Bürgerbeteiligungen.
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