Gemeinderat Waidhaus diskutiert über Sanierung des Marktplatzes
Alte Mitte neu beleben

Bei einem Ortstermin in der Hagendorfer Straße diskutierten Monika Zeitler-Kals, Armin Wildenauer, Kerstin Wilka-Dierl, Margit Kirzinger, Alfred Arnold und Polizeihauptkommissar Bernhard Dobmayer (von links) über die Vorrangregelung an der dortigen Engstelle. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
18.02.2016
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"Wir wollen unsere alte Mitte neu beleben", gab Bürgermeisterin Margit Kirzinger als Slogan aus. Doch im Mittelpunkt stand zunächst jemand ganz anderer.

"Josef, Du wirst uns fehlen", sagte Kirzinger und verwies hierzu auf die letzte Marktratssitzung des Geschäftsleiters. Josef Forsters Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand steht unmittelbar bevor.

Bäume bleiben


Architekt Urban Meiller gehörte danach die volle Aufmerksamkeit. Er stellte die überarbeiteten Entwürfe für die Sanierung des Marktplatzes vor. Den Erhalt der beiden großen Bäume hielt der Planer ohne größere Probleme für möglich, was wegen der noch nicht geklärten Wurzelausmaße zunächst eine "Unbekannte" gewesen sei.

Neu hinzu kommt ein Gehweg um den künftigen Mittelpunkt, der wie eine Einrahmung des ganzen Platzes wirkt. Offen ließ Meiller die Installation einer E-Bike-Ladestation, dort wo derzeit noch die OWV-Wandertafel steht. Architektonischen Wert legte er auf eine flächige Gestaltung für die gesamte Maßnahme. Beim neuen Gebäude ging er in seiner Überarbeitung weg von einer reinen Holzverschalung, "um keinen Stadelcharakter zu erhalten".

Die Verkleidung bestimmt nun eine geometrisch anspruchsvolle Lattung mit farblichen Akzenten. Verglaste Vitrinen, Schaukästen und Flächen für Plakate kommen hinzu, sowie Plätze für eine Darstellung der Marktgeschichte. Der Architekt versprach eine ausgeklügelte Beleuchtung. Gabi Wolf bat um weitere Erläuterungen zur Bushaltestelle und die Parkmöglichkeiten für Eltern, die ihre Kinder zum Bus bringen oder abholen. Kirzinger wies auf den neu geschaffenen Gehweg hin, welcher die Situation lösen würde. Und für die neue Ausfahrt der Busse sei ein Ortstermin mit dem Staatlichen Bauamt am Freitag angesetzt. Für die befestigten Flächen wünschte sich Vera Stahl ein Material, welches im Ortskern bereits verwendet werde.

Verschiedene Ansichten


CSU-Fraktionssprecher Stefan Harrer warnte vor einem unkontrollierten Anschlagen von Plakaten auf der Lattung und sprach sich für eine Gestaltung in unterschiedlich strukturierten Betonwänden aus. Mit Blick auf den Unterhaltungsaufwand riet Meiller davon jedoch ab, und Forster befürchtete bei dieser Ausführung die Versuchung zu Spraydosen-Malereien.

Uneingeschränktes Lob zollte UWG/PL-Fraktionssprecher Josef Schmucker den Plänen. Die Markträte signalisierten abschließend ihr einmütiges Einverständnis, so dass der Entwurf für die Förderung an die Regierung gehen kann.

Engstelle in der Hagendorfer StraßeIm Zusammenhang mit der Städtebausanierung informierte die Bürgermeisterin über einen Ortstermin mit verschiedenen Fachstellen zu der Engstelle in der Hagendorfer Straße. Die Situation sei vor Ort begutachtet worden, wobei ein starker Lkw-Verkehr während dieser halben Stunde geherrscht habe. "Wir erfuhren, dass die Entscheidung richtig war, den Verkehrsfluss so zu regeln, wie es jetzt ist."

Die Lastwagen, die von der Hauptstraße kommen, wechselten bereits vor der Engstelle auf die linke Fahrbahnseite, damit sie den Straßenverlauf nach der Engstelle einsehen könnten. Da dadurch die Fahrbahn für die von Hagendorf kommenden Fahrzeuge blockiert ist, habe man entschieden, dem Verkehr der Richtung Hagendorf fährt, den Vorrang einzuräumen.

Die Beschilderung wäre laut Aussagen der Fachstellen ausreichend. Sollte die Vorrangregelung geändert werden, würden noch mehr Konfliktsituationen erwartet. (fjo)
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