Gemeinderat Waidhaus für weitere 100 Lkw-Parkplätze im Autohof
Mehr Platz für Brummis

Die Parkplätze rund um das Binnenzollamt (rechts) im Autohof an der Autobahnausfahrt sollen wegen des hohen Lastwagen-Aufkommens mit einer nahtlosen Asphaltfläche wesentlich erweitert werden. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
20.09.2016
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Nur beim Öffnen bereitete den Markträten der Bauantrag auf eine wesentliche Erweiterung des Lkw-Parkplatzes im Autohof an der Autobahnausfahrt Probleme: Die Pläne hatten nämlich enorme Ausmaße.

Margit Kirzinger beurteilte das Vorhaben äußerst positiv. "Der Antrag durch die Spedition Verag zeigt, dass dieses Binnenzollamt mehr als angenommen ist." Einen Informationsbedarf an das Gremium sah die Bürgermeisterin lediglich bei den Punkten, die dem aktuellen Bebauungsplan nicht entsprächen.

Baugrenzen überschritten


Besonders die Baugrenzen sowie die maximal überbaubare Fläche seien überschritten. Auch werde nicht mehr jeder 20. Parkplatz als Grünfläche ausgewiesen, wie dies das bisherige Regelwerk vorsehe. Vielmehr werde wegen des massiven Lastwagen-Verkehrs statt einer wassergebundenen Deckschicht eine durchgehende Asphaltierung beantragt. Als Ersatz sei im angrenzenden Bereich eine Ausgleichsfläche angeboten. Die Erfordernis weiterer rund 100 Stellplätze fand im Marktrat uneingeschränkte Zustimmung.

Zwei weitere Holzlagerplätze werden an Robert Zetzlmann und Siegfried Federlein verpachtet. Die Bürgermeisterin ergänzte, dass damit nun die Kapazität auf dem ehemaligen Bauhofgelände "An der Trath" vollkommen erschöpft sei. "Es ist nichts mehr da." Christine und Johann Nistler erhielten die einmütige Zustimmung, um in Holzbauweise ein Nebengebäude auf ihrem Grundstück im Tillyweg errichten zu können. Eine Erweiterung der modernen Kanalschachtregulierung beauftragte das Gremium für die gemeindliche Entwässerung. 10 000 Euro seien dafür im Haushalt vorgesehen, erklärte Kirzinger.

"Da könnten wir fast die ganze Ortsdurchfahrt schaffen", meinte CSU-Fraktionssprecher Stefan Harrer und bat: "Diese Summe sollten wir also ganz ausreizen." Damit konnte sich das Gremium schnell anfreunden. Es folgte eine einstimmige Auftragsvergabe an die Firma HV-Kommunaltechnik mit dem Willen zur vollen Ausschöpfung, was Größenordnung von 12 bis 15 Stück entsprach.

Neben der Ortsdurchfahrt soll der "laute" Kanaldeckel in der Hagendorfer Straße bei der Engstelle in die oberste Priorität einfließen, beschloss der Rat. Weitere Hanghäuser sind auf den zwischen 880 bis 946 Quadratmeter großen vier Bauplätzen "Im Kiesbeet" möglich, nachdem die Markträte den Bebauungsplan nach der Änderungsplanung durch das Architekturbüro Rudolf Meißner aus Waldthurn einstimmig befürworteten. Um das Ortsbild nicht zu beeinträchtigen und mögliche Schattenwirkungen auf Nachbargrundstücke auszuschließen, setzte das Gremium eine Wandhöchstgrenze auf der Hangseite fest. Dachneigungen sind von 15 bis 40 Grad möglich. Weitere Befreiungen könnten Bauherren über eine Einzelfallentscheidung im Marktrat beantragen, ergänzte Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl. Eine Anpassung an die bisherigen Bauformen im ersten Teilgebiet sei gegeben.

Wünschen gerecht werden


"Hoffentlich öffnen wir mit diesem Beschluss nicht Tür und Tor", befürchtete SPD-Fraktionssprecher Johannes Zeug. Diese Angst zerstreute Wilka-Dierl. "Dann muss man soweit an den Gemeindeweg heranrücken, dass keine Beschattung mehr zustande kommt." Auch die Bürgermeisterin argumentierte vor dem einstimmigem Beschluss zugunsten der Häuslebauer. "Wir wollen allen Wünschen möglichst gerecht werden."
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