Gemeinderat Waidhaus genehmigt Antrag der Imker
Waidhauser Honig als Marke

Die Vielfalt örtlicher Bienenerzeugnisse kann künftig unter der Marke "Waidhauser Honig" mit Verwendung des Marktwappens auf einen Nenner gebracht werden. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
20.01.2016
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Zur Vermarktung ihrer Bienenerzeugnisse wünschten sich die Imker Norbert Schindler, Franz und Bernhard Strehl eine einheitliche Präsentation mit dem Wappen der Gemeinde. Der Marktrat hatte dazu eine klare Meinung.

Die drei Mitglieder des Waidhauser Imkervereins verfügen schon länger über eine vielfältige Produktpalette. Die Marke "Waidhauser Honig" wollten sie nun einheitlich präsentieren und wünschten sich dazu auf dem künftigen Etikett das Waidhauser Wappen. Dieses Ansinnen beurteilte Bürgermeisterin Margit Kirzinger als "sehr positiv". Dem schloss sich der Marktrat in der Sitzung nun einstimmig an.

Durch eine Teilnahme am Begleitprogramm der Tschechisch-Bayerischen Landesausstellung 2016 hofft die Kommune, weitere Touristen auf den Grenzmarkt aufmerksam zu machen. Einstimmig stand der Marktrat am Montagabend deshalb hinter den Bestrebungen der Bürgermeisterin. Gut vorbereitet informierte sie über Details zu der grenzübergreifenden Ausstellung mit Einbindung der Anrainergemeinden entlang der "Goldenen" und "Verbotenen Straße". Sogar ein Treffen mit den beiden musikalischen Leitern, Frantisek Kratochvíl (Stríbro) und Hermann Mack (Waidhaus) habe bereits stattgefunden.

Termine für ein gemeinsames Serenadenkonzert in der Kirche Rozvadov seien dabei nicht nur für heuer, sondern zusätzlich für das Jahr 2017 festgelegt worden. Ebenso konnte eine Abstimmung mit ihrem Bürgermeisterkollegen Jan Vrabec erfolgen, weshalb der Termin im Hauptprogramm mit abgedruckt werde. Als weiteres Plus sah Kirzinger die aktuelle Ausstellung zur Grenze im Gemeindezentrum. Der Heimatkundliche Arbeitskreis werde über eine Verlängerung beraten. Falle noch diese Woche eine entsprechende Entscheidung, könne man dies noch ins Begleitheft aufnehmen. "Das erschließt uns neue Interessengruppen. Die Meisten wissen davon ja gar nichts."

Granitsteine ein Thema


Zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl hatte zum Thema außerdem an einer Vorberatung im Landratsamt teilgenommen. Dort sei es insbesondere um das Aufstellen künstlerisch bearbeiteter Granitsteine zwischen Nürnberg und Prag gegangen. Diese "Meilensteine der Zeit" würden von tschechischen Künstlern geschaffen. Mit der Anschaffung eines solchen Steins wäre als "kleines Paket" die konkrete Aufnahme in die neue Übersichtskarte und die mögliche Buchung der Wanderausstellung zu Kaiser Karl IV. verbunden. Die Kosten dafür lägen bei 2500 Euro.

Weiter nannte die Bürgermeisterin den geplanten Ausflug der Pfarrgemeinde zur Burg Karlstein, zum tschechischen Grand Canyon und nach Litice sowie die grenzüberschreitenden Sonntagsspaziergänge von Pfarrer Georg Hartl als mögliche weitere Veranstaltungen für die Aufnahme ins Begleitprogramm.

Zur Frage von CSU-Fraktionssprecher Stefan Harrer, ob weitere Kommunen dabei seien, nannte Kirzinger die Stadt Vohenstrauß. Zur Verteilung des Programms und zu weiteren Werbemaßnahmen, wie beispielsweise auf der Freizeitmesse in Nürnberg, informierte Bauriedl konkret. "Eine günstigere Werbung können wir für Waidhaus gar nicht erschaffen", begrüßte SPD-Fraktionssprecher Johannes Zeug die Aktion und sprach sich für die Anschaffung des Granitsteins aus.

Marktplatz kein Standort


Für den Marktplatz als Standort sah die Bürgermeisterin jedoch geringe Chancen. Sie sprach sich für das Umfeld der Autobahnkirche aus. Nicht zuletzt, weil dieser dort durch das höhere Verkehrsaufkommen wesentlich mehr gesehen werden dürfte.
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