Hände weg vom Personalstand
Bundespolizei Waidhaus warnt CSU-Delegation vor weiterem Stellenabbau an der Grenze

Am Autobahnparkplatz Ulrichsberg erlebte die CSU-Delegation den Polizeialltag aus sicherer Entfernung. Bild: hfz
Politik
Waidhaus
04.04.2016
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"Der Filter in Sachen Sicherheit im Grenzraum funktioniert", meinte Wolfgang Franz, der stellvertretende Leiter der Bundespolizeiinspektion Waidhaus. Gleichzeitig forderte der Erste Polizeihauptkommissar beim Besuch einer 30-köpfigen CSU-Delegation für die Ostgrenze nach Tschechien ausreichend Fahndungspersonal. Denn im täglichen Spagat zwischen Polizeialltag, Migrationslage und Terrorgefahr gelte es auch noch, Crystal-Schmuggel zu bekämpfen.

Zusammen mit Bundestagsabgeordnetem Reiner Meier machten sich die Besucher vor Ort ein Bild. Mit dabei waren Mitglieder des Arbeitskreises Außen- und Sicherheitspolitik mit Kreisvorsitzendem Harald Puckschamel und Weidens CSU-Chef Stephan Gollwitzer sowie Maria Sponsel und Benedikt Grimm von der Jungen Union.

"Es darf es zu keinen weiteren Stellenstreichungen kommen", warnte Franz. Weniger Kontrollen bedeuteten für eine Fahndungspolizei auch weniger festgestellte Straftaten. Die Statistik zeige dann zwar einen Rückgang der Kriminalität, das sei aber ein Trugschluss.

Franz forderte, die derzeit unbesetzten Stellen in Waidhaus zumindest schrittweise nachzubesetzen. Man brauche dringend junge Kontroll- und Streifenbeamte, um auch der Überalterung der Dienststelle entgegenzuwirken. Trotz allen Verständnisses für die derzeitige Mehrbelastung des Personals an der österreichischen Grenze müssten auch die Inspektionen an der tschechischen Grenze mit Blick auf die Grenzkriminalität weiterhin handlungsfähig bleiben.

Bei der fingierten Kontrolle eines vermeintlichen Drogenkuriers mussten die Besucher schließlich etwas Geduld aufbringen. Rauschgiftsuchhund "Falco" und sein Hundeführer Robert Wallner wurden kurzfristig zu einem Realeinsatz abgerufen. Nach getaner Arbeit kamen sie zurück und beeindruckten die Gäste durch die Demonstration ihrer professionellen Arbeit in der Absuche eines Fahrzeugs nach Drogenverstecken.

Am Autobahnparkplatz Ulrichsberg Nord konnten die Besucher aus sicherer Entfernung das Fahndungskonzept der Bundespolizei zusammen den Kollegen der Polizeiinspektion Fahndung (PIF) erleben.

"Die Bundespolizei leistet Herausragendes", schwärmte Meier. Es sei nicht leicht, derzeit Polizist zu sein. "Sie sind auch hier im höchsten Maße gefährdet."
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