Kerstin Wilka-Dierl neue Geschäftsführerin des Markts Waidhaus
„Kein schweres Erbe“

Ab 1. Mai leitet Kerstin Wilka-Dierl die Verwaltung im Waidhauser Rathaus. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
30.04.2016
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"Als Jugendliche wollte ich nie in einem Büro arbeiten und auf keinen Fall in Waidhaus bleiben. Deshalb zog es mich nach dem Abitur auch in die große weite Welt." Aber für Kerstin Wilka-Dierl kam dann doch alles ganz anders. Am Sonntag beginnt für die 46-jährige eine neue Herausforderung.

Der Marktrat bestellte die Verwaltungsfachfrau zur Nachfolgerin des langjährigen Geschäftsleiters Josef Forster. Nach dessen offiziellen Ausscheiden zum 30. April leitet die Waidhauserin ab 1. Mai die Geschicke in der Gemeinde an der Seite von Bürgermeisterin Margit Kirzinger.

In Weiherhammer aktiv


Vor allem in Weiherhammer und Umgebung ist die Diplom-Verwaltungswirtin noch in guter Erinnerung. In der dortigen Verwaltungsgemeinschaft war sie ab 1991 bis 2002 beschäftigt. Nach dem Abitur am Elly-Heuss-Gymnasium 1989 führte sie die berufliche Laufbahn zunächst nach Oberbayern. Beim Landratsamt Erding begann in der zweiten Qualifiktationsebene die Ausbildung im mittlerer nichttechnischer Verwaltungsdienst. Heute sagt sie dazu: "Schnell musste ich erkennen, dass Erding - damals noch ohne Flughafen - auch nicht anders ist, wie unsere Kreisstädte in der Oberpfalz."

Hauptsächlich der Liebe wegen zog es sie nach der erfolgreichen Abschlussprüfung wieder Richtung Heimat. Bei der Verwaltungsgemeinschaft Weiherhammer nahm sie die nächste Stufe für den Vorbereitungsdienst zum gehobenen Dienst bereits wieder im Landkreis. Dazu änderte sich die zunächst getroffene Einstellung grundlegend. "Schon während des Studiums an der Beamtenfachhochschule in Hof wurde mir klar, dass ich nicht in einer großen Behörde arbeiten möchte, wo nur ein bestimmtes Sachgebiet zu bewältigen gilt. In einer kleineren Behörde ganz nahe am Bürger, da ist es am interessantesten."

Abwechslungsreicher Beruf


In Weiherhammer lernte sie im Anschluss Tätigkeitsfelder wie Standesamt und Bauamt praxisorientiert kennen. Nach der Geburt ihres Sohns Adrian führte Wilka-Dierl ab 1998 in Teilzeit das Bauordnungsamt bis Juli 2002. Im August 2002 glückte der Wechsel ins Rathaus des Heimatorts. Tochter Hannah vervollständigte 2003 das Familienglück der 1993 mit Stefan Dierl geschlossenen Ehe. Ihre bisherigen Haupttätigkeiten waren Bauamt und Stellvertretung im Standesamt. In den vergangenen Monaten hat sie der scheidende Geschäftsleiter jedoch gründlich eingearbeitet.

"Mein Beruf ist einer der abwechslungsreichsten, den man sich vorstellen kann. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen." Dankbar ist sie auch Forster, "der mir kein schweres Erbe hinterlassen hat". Alle kommenden Maßnahmen seien detailliert vorbereitet, die Finanzen geordnet und das Personal gut aufgestellt. "Er hat mir viele nützliche Tipps gegeben und mich sehr gut auf die neue Aufgabe vorbereitet."
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