Marktrat diskutiert alle Anschaffungen für den neuen Platz vis-à-vis der Autobahnkirche
Marathon wegen der Nepomukanlage

Auch ohne Inbetriebnahme ist der Brunnen in der neuen Nepomukanlage bereits randvoll mit Wasser gefüllt. Die starken Regenfälle der vergangenen Tage hatten dafür gesorgt. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
18.06.2016
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Ins Detail ging der Marktrat beim künftigen Outfit der neuen Nepomukanlage vis-à-vis der Autobahnkirche. Das Gremium stimmte zwar über jede Anschaffung einzeln ab, doch bis auf eine Ausnahme ergaben sich einstimmige Voten.

Die Firma Ziegler-Metallbearbeitung aus Leonberg kammit ihren Angeboten für sechs Fahrradanlehnbügeln (1254 Euro) in einer Ausführung auf Sattelhöhe und einer Tiefe von 85 Zentimetern sowie sechs Sitzbänken mit Rückenlehnen inklusive zweier Tische (6814 Euro) zum Zuge. Auf die Vorschläge der Firma Heinrich & Schleyer GmbH in Kitzingen fiel die Entscheidung für drei Abfallbehälter (1093 Euro) und die Halterungen (482 Euro) für die Fahnenmasten in Art von Bodenhülsen mit Abdeckung, die in die neue Grünfläche eingelassen werden.

Bushäuschen aus Glas


Zudem stellen sie drei abschließbare und beleuchtete Schaukästen (3487 Euro) sowie als größten Posten ein neues Bushäuschen (9204 Euro) auf, ganz aus Glas mit anthrazitfarbenem Gestell wie bei Waldau an der Staatsstraße. Weiter informierte Bürgermeisterin Margit Kirzinger über die Fördermöglichkeit. Der Zuschuss betrage 80 Prozent, der Eigenanteil für die Gemeinde verringere sich somit auf 1524 Euro.

Forderung: Mehr Parkplätze


Geschlossen stimmte die CSU-Fraktion gegen die Anschaffung mehrerer Beton-Sitzblöcke durch das Raiffeisen-Lagerhaus Albersrieth über 5306 Euro. Den Grund dazu lieferte Fraktionssprecher Stefan Harrer. "In dieser Menge halten wir das für überflüssig, und hätten lieber mehr Parkplätze gesehen." Vera Stahl (SPD) monierte, dass "fördertechnisch" nicht mehr Parkplätze möglich gewesen wären. Und die Bürgermeisterin sah wegen der gewählten Menge den Vorteil der Gestaltungsmöglichkeit durch "diese geschwungene Art der Bank um den Brunnen herum".

Vor der Abstimmung informierte sich Josef Schmucker (UWG) über den Vergabemodus, nachdem auf den Sitzblöcken Sitzbretter aus Holz angedacht seien. Zuletzt diskutierte das Gremium über das Grundgerüst für die Dreiecks-Infotafel. Das Angebot der Firma Heuberger aus Weinrieth nur für den Stahlrahmen in einer Breite von jeweils einem Meter über 1667 Euro gefiel, jedoch nicht die vorgeschlagene Gesamthöhe von 2,50 Metern. Schmucker hielt dieses Maß als zu dominant für die Anlage. Kirzinger bemühte sich um einen Kompromiss in analoger Höhe, wobei die Einmütigkeit bei 2,25 Meter gegeben war.

Ein Beschluss fiel dennoch noch nicht, da nun ein neues Angebot mit dem beschlossenem Maß eingeholt werden soll und der Bürgermeisterin erlaubt wurde, den Auftrag dann eigenständig zu vergeben. Die erforderlichen Mehrschichtplatten für das Anbringen der Plakate würde in Eigenleistung durch den Bauhof geschehen. Nach dem Anschaffungsmarathon ließ die Rathauschefin einen Überblick zur Situation der Gesamtkosten folgen. Die erste Kostenschätzung seien bei rund 53 000 Euro gelegen, was "entschieden zu hoch gewesen" sei. Die zweite Prognose sei mit 32 500 Euro bereits deutlich geringer ausgefallen. Nun stehe mitsamt den Schaukästen ein Betrag 21 244 Euro zu Buche.
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