Marktrat Waidhaus
Biogasanlage auf dem Prüfstand

Es tut sich wieder etwas auf dem Areal des Autohofs an der Autobahnausfahrt: Die Verag-Spedition will eine Profilträgerhalle errichten. Ein letztes Mal in die Verlängerung, und das nur noch für zwei Jahre, ging die 2010 erteilte Baugenehmigung für eine Profilträger- sowie eine Gewerbehalle mit sechs Spielhallen. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
10.05.2016
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Die Biogasanlage in Reichenau beschäftigte die Waidhauser Markträte erneut. Grund ist die geplante Erhöhung der Gesamt-Wärmeleistung.

Das Thema stand schon einmal 2015 auf der Tagesordnung, wobei es zu einer Weiterleitung zur Prüfung ans Landratsamt kam. Bürgermeisterin Margit Kirzinger informierte in der Marktratssitzung am Montagabend auch über den Ortstermin mit den Fraktionssprechern. Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl erinnerte an die grundsätzliche Frage, ob der Antrag auf eine Erhöhung der Feuerungsleistung abziele und dadurch mehr Eintrag notwendig würde - etwa bei einem Dauerbetrieb mit 3,2 Megawatt und einer "ständig auf Oberkante" laufenden Strommenge.

Keine Erhöhung


Das Landratsamt wolle jedoch keine Erhöhung der Strom-Jahresleistung. Für Spitzenzeiten solle es dem Antragsteller jedoch erlaubt werden, diese Leistung abzufangen. Ein drittes Blockheizkraftwerk sei deshalb erforderlich. Die Menge des Biogases und der eingesetzten Substrate nehme jedoch nicht zu. Als Nachweis würde im Genehmigungsbescheid eine Aufstellung über den jährlich produzierten Strom gefordert.

Die Anlieferung von Material ist werktags zwischen 6 und 22 Uhr möglich. Kirzinger wies jedoch darauf hin, dass der Betreiber auch einen landwirtschaftlichen Milchviehbetrieb im Haupterwerb besitze. Hierfür wären andere Zeiten möglich. Die Landkreisbehörde fordere zudem eine nach wie vor ausstehende Feuerwehrübung "Jetzt bleibt die Rohgasmenge gleich, jetzt passt es", resümierte UWG/PL-Fraktionssprecher Josef Schmucker. CSU-Sprecher Stefan Harrer monierte die Erfordernis der Nachweise. Eine Feuerwehrübung soll innerhalb von sechs Monaten erfolgen.

In einem Nachtrag zum Pachtvertrag mit den bayerischen Staatsforsten hat die Marktgemeinde eine unbefristete Laufzeitverlängerung für ihren jüngsten Tiefbrunnen Nummer VI im Waldgebiet Föhra bei Pfrentsch erreicht. Das Gremium genehmigte Erhard Hierold, Hauptstraße, die Zufahrt über den gemeindlichen Parkplatz am Rathaus zu seinem Grundstück, jedoch ohne Eintrag ins Grundbuch. Die Mietwohnung im gemeindlichen Gebäude Kirchplatz 1 wurde an die Firma Transportbegleitung Schöning GbR vermietet. Herbert Forster aus Pfrentsch erhielt den Feuerlöschteich in Reinhardsrieth zur Pacht.

Weiter genehmigten die Räte den Tierunterstand mit Futterlager und Geräteraum für Alpakabesitzer Markus Sommer in Reinhardsrieth. Hubert Adam aus Freudenberg beabsichtigt den Bau eines Einfamilienhauses mit Garage im Reichenthaler Weg. Am Grillenweg möchte Harald Götz, Hagendorfer Straße, die Baulücke mit einem Einfamilienwohnhaus mit Garage füllen. Beide Anträge erhielten die einhellige Zustimmung.

Den Antrag auf Vorbescheid zum Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage im Ortsteil Berghaus durch Elisabeth Träger-Greß und Christoph Greß unterstützte das Gremium geschlossen, auch mit Blick auf die Fortführung der dortigen Gastronomie. Beim Bauvorhaben der Verag-Spedition zur Errichtung einer Profilträgerhalle war nach der Genehmigung in der vergangenen Sitzung ein weiterer Beschluss fällig.

Sechs Spielhallen


Nichts einzuwenden hatten die Markträte gegen eine Übernahme der Abstandsfläche auf dem gemeindeeigenen Wirtschaftsweg, zumal dieser nicht als solcher ausgewiesen ist. Das bedeute keine Einschränkung, erläuterte Wilka-Dierl. Ein letztes Mal in die Verlängerung, und das nur noch für zwei Jahre, ging die 2010 erteilte Baugenehmigung für eine Profilträger- sowie eine Gewerbehalle mit sechs Spielhallen auf dem Areal des Autohofs an der Autobahnausfahrt.
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