Marktrat Waidhaus
Deutlich mehr Gewerbesteuer

Die Versteigerung von Fundsachen und sichergestelltem Diebesgut brachte Waidhaus eine unerwartete Einnahme von rund 12 000 Euro für den Haushalt. Archivbild: fjo
Politik
Waidhaus
23.09.2016
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Die umfangreichen Investitionen schadeten dem Waidhauser Haushalt im vergangenen Jahr nicht. Die Zuführung von 1,25 Millionen Euro zur allgemeinen Rücklage ist allerdings aufgeschobenen Maßnahmen zu verdanken. Eine stolze Bilanz legte Bürgermeisterin Margit Kirzinger im Marktrat für 2015 trotzdem vor.

Bei den kommunalen Stromkosten und den Ausgaben für die Nahwärme-Anlage sank die Gesamtsumme nach der Sanierung von 50 000 Euro auf 28 000 Euro. Weiter erwähnte die Rathauschefin den Erlös von über 12 000 Euro aus der Fundsachenversteigerung sowie das gute Jahr in der Freizeitanlage mit einem Plus von 20 000 Euro an Eintrittsgeldern (wir berichteten).

Weniger Stromverbrauch


Auch der Stromverbrauch für die Straßenbeleuchtung sei deutlich zurückgegangen, so dass von der mit 30 000 Euro vorgesehenen Haushaltsstelle nur 23 000 Euro gebraucht wurden. Bei den Quellsanierungen auf dem Sulzberg seien durch deutlich wirtschaftlichere Lösungen weitere Einsparungen entstanden. Größter Einzelposten war die Gewerbesteuer mit über 632 000 Euro mehr als die geplanten 1,54 Millionen Euro.

Der Rechnungsprüfungsausschuss nimmt laut Vorsitzendem Stefan Harrer das Zahlenwerk am 18. Oktober erstmals unter die Lupe. Er wollte jedoch jetzt schon herausgehoben wissen, dass ein Betrag von über einer Million Euro auf die vielen nicht zum Tragen gekommenen Maßnahmen zurückzuführen sei.

Zudem befürwortete der Marktrat den Antrag von Stefan Voit, Am Spatwerk, auf Geländeabtragung und Auffüllung im Bereich seiner Firma einstimmig. "Aus verschiedenen Gründen" ruhe der eigentliche Bauantrag zur Betriebserweiterung, aber der Bauherr wolle die Erdarbeiten bereits ausführen, erklärte Geschäftsführerin Kerstin Wilka-Dierl.

Mit einer weiteren Auswertung von Verkehrsdaten der Tempo-Sys-Geräte wartete die Bürgermeisterin im Anschluss auf. "Die Situation hat sich zwar ein bisschen verbessert, aber es liegt keine deutliche und spürbare Optimierung vor." Sie werde die Polizei deshalb erneut um Kontrollen in der Pilsner Straße bitten, "damit sich herumspricht, dass die Polizei da öfter steht".

Als weiteren Einsatzort brachte Kirzinger auf Hinweise aus der Bevölkerung die Hagendorfer Straße ins Gespräch. Die Anlieger hätten festgestellt, dass Autofahrer ortsauswärts in Richtung Schützenhaus Bergschlößl/Bühl viel zu früh und viel zu deutlich beschleunigten. "Das messen wir einmal."

Wolfgang Bauriedl (Pfrentscher Liste) bat um die Geschwindigkeitsmessung bei der Ortseinfahrt in Pfrentsch aus Richtung Eslarn. Kirzinger sicherte eine Kontrolle über mindestens vier Wochen zu. Erst dann werde das Messgerät in der Hagendorfer Straße zum Einsatz kommen.

Geschlagen gibt sich das Gremium gegenüber der Telekom. Nach mehreren Jahren des Aufschreis und des Aufbäumens wird es zu keinem Widerstand gegen den nun erneut angekündigten Abbau der öffentlichen Telefonstelle auf dem Marktplatz mehr kommen.

Weiter lud die Bürgermeisterin zum Wenzelsfest ein, das mit dem 200. Kirchenjubiläum am Samstag, 24. September, in Roßhaupt gefeiert wird. Zu dem um 16 Uhr beginnenden Festprogramm zählen Konzerte, Führungen und ein Vortrag zur Kirchengeschichte. Danach geht es im Festzelt mit Musik und Bier weiter. Am Mittwoch, 28. September, ist ein Erörterungstermin mit Vertretern des Wasserwirtschaftsamts zu den umfangreichen Rodungsarbeiten im Umgriff der Trinkwasserquellen. Ein Gemeindeinfoblatt für die amtlichen Mitteilungen soll künftig vierteljährlich an alle Bürger verteilt werden.

Thomas Glaser (SPD) wies auf stark abgesunkene Kanaldeckel in der erst drei bis vier Jahre alten Ortsdurchfahrt in Hagendorf hin. Zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl (UWG) und Gabi Wolf (CSU) baten darum, uneinsichtige Grundstücksbesitzer anzuschreiben, deren Hecken weit in den Straßenraum wuchern.

Gutachten steht aus


Eine Abrechnung von Architekt Rudolf Meißner zur Infoveranstaltung der SPD durch die Nepomukanlage forderte CSU-Fraktionssprecher Stefan Harrer: "Das kann nicht über die Gemeinde abgerechnet werden." Auf seine Nachfrage zum ausstehenden Gutachten für die geplante Erweiterung des Baugebiets in Pfrentsch erhielt Ewald Zetzl (CSU) von der Bürgermeisterin zur Antwort: "Da schieben wir ständig an. Aber wir brauchen diese Bewertung unbedingt."
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