Marktrat Waidhaus
Hotspots heiß diskutiert

Ein Blick aus den Fenstern des Sitzungssaals ermöglichte es den Markträten, sich selbst ein Bild von den unterschiedlichen Lichtquellen rund um das Rathaus zu machen.
Politik
Waidhaus
19.10.2016
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Mit der Technik von Hotspots und LEDs beschäftigen sich die Waidhauser Markträte recht intensiv. Dabei kommt es auch zu einer ausführlichen Diskussion.

Eine anschauliche Kurzschulung erhielten die Räte in der vergangenen Sitzung. Durch einen Blick hinaus verdeutlichte Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl die Unterschiede der aktuell rund um das Rathaus verwendeten Lichtquellen. Wie Lichtfarben und Helligkeiten voneinander abweichen können, ließ sich zu den Ausführungen intensiv wahrnehmen.

Künftig soll alles einheitlichen sein. Eine Entscheidung brauchte das Gremium allerdings noch nicht zu treffen, aber dürfte den Ratsherren noch leichter fallen, da die Geschäftsleiterin hinzufügte: "Der Austausch kostet uns nichts. Das ist ein Service vom Bayernwerk."

Während der reine Glühbirnentausch gratis über die Bühne gehen wird, stellt die Gemeinde weitere Brennstellen ihrer Straßenbeleuchtung auf eigene Kosten energieeffizienter um. Im Zuge der laufenden Umrüstung beschloss das Gremium den Austausch von 23 Lampen an Finken- und Grillenweg, Habichtstraße sowie In der Au. "Dort sind noch stromfressende Pilzleuchten im Einsatz", erklärte Bürgermeisterin Margit Kirzinger.

Für die Umrüstung auf LED-Technik lautete das Gesamtangebot des Bayernwerks auf 9863 Euro. Das passte zur im Haushalt veranschlagten Summe von 10 000 Euro. Die zu erwartende Amortisation in viereinhalb Jahren nannte Wilka-Dierl "eine Hausnummer". Zur Ausführung kommen die gleichen Modelle wie im Gebiet "Gänsbühl" und entlang der Straße nach Frankenreuth.

Eine zeitliche Begrenzung der drei Parkplätze vor dem Rathaus/Gemeindezentrum sah UWG/PL-Fraktionssprecher Josef Schmucker geboten, "weil Dauerparker diese zumeist ganztags belegen." Als Vorschlag brachte er eine Beschränkung für Besucher und eine Zeitdauer von einer Stunde ins Gespräch. Kirzinger pflichtete dem Ansinnen bei. "Das können wir machen. Weil da stehen wirklich immer dieselben Autos."

Keinen Erfolg erzielte hingegen Ewald Zetzl (CSU) mit seinem Hinweis auf kaputte Randsteine zwischen Fahrbahn und Gehweg bei der neu gestalteten Nepomukanlage. "Der Gehweg ist unsererseits ganz bewusst nicht angefasst worden, sonst müssten wir einen Fördermittelabzug in Kauf nehmen. Das hat man uns deutlich zu verstehen gegeben", erklärte Wilka-Dierl. Zum jetzigen Zeitpunkt müsse der Zustand so hingenommen werden.

Mit öffentlichen Internetzugängen, die den Marktplatz und die Freizeitanlage "Bäckeröd" abdecken, können die Bürger bald rechnen. Die Einrichtung von zwei Hotspots kündigte die Bürgermeisterin aufgrund der Vorberatungen im Hauptverwaltungsausschuss an. Den Ausschlag hätte das durch den Freistaat aufgelegte Programm gegeben. In der Freizeitanlage lasse sich dadurch das Areal rund um den Biergarten einschließlich des künftigen Vitalparks mitsamt dem Campingbereich abdecken.

CSU-Fraktionssprecher Stefan Harrer monierte, dass mit dieser Lösung jede Antenne zusätzlich zu einer Verdoppelung der monatlichen Grundkosten führe. Außerdem brachte er die verflossene Dauer von 20 Monaten seit dem JU-Antrag auf den Tisch und betonte, dass dieses Thema nun bereits zum vierten Mal auf der Tagesordnung sei. Darüber hinaus plädierte er für eine andere Variante, die Mitarbeiter des Landratsamts schon mehrfach im Landkreis installiert hätten. "Da hätten wir uns vieles sparen können", resümierte er.

Gegen diese Aussage werte sich die Rathauschefin. "Das ist nicht wahrheitsgemäß. Du stellst das so hin, als ob wir während der ganzen Sitzungen auf der faulen Haut gelegen hätten. Du wiederholst das wie ein Leierkasten. Wir können, das nicht so machen, weil wir das nicht haben. Deshalb haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir das lösen müssen und das ist gerechtfertigt."

Die sich aufreibende Diskussion entwickelte sich zu einem Hin und Her der Fraktionen. Am Ende gab es dennoch einen einmütiger Beschluss für die Installation der neuen Technik.

Das ist nicht wahrheitsgemäß. Du wiederholst das wie ein Leierkasten.Bürgermeisterin Margit Kirzinger zu Stefan Harrer


Da hätten wir uns vieles sparen können.CSU-Fraktionssprecher Stefan Harrer zu den Hotspots
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