Marktrat Waidhaus
Marktplatz hat Priorität

Weitere Metallpfosten sollen die Waidhauser Ortsdurchfahrt bald besser vor einem Zuparken des Sichtdreiecks Bahnhofstraße, Hagendorfer Straße und Hauptstraße schützen. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
18.11.2016
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Beim "Stadtumbau West" hat der Waidhauser Marktrat im kommenden Jahr einiges vor. Ein Projekt steht in der Liste ganz oben.

(fjo) Für eine Förderung meldete das Gremium mit einem einstimmigen Beschluss mehrere Vorhaben und erstellte eine Prioritätenliste. An erste Stelle steht die Umgestaltung des nördlichen Marktplatzteils als Lückenschluss mit einem fest angepeilten Beginn im kommenden Jahr und einem Kostenrahmen von einer Million Euro.

"Anreize schaffen


Es folgt die Fortführung des Fassadenprogramms, wobei der eingeplante Betrag mit 150 000 Euro deutlich erhöht und auf drei Jahre befristet wurde, "um Anreize zu schaffen, damit sich im Sanierungsgebiet etwas tut", begründete Bürgermeisterin Margit Kirzinger.

Außerdem stellte die Kommune für Architekten- und Ingenieurhonorare 25 000 Euro ein und 150 000 Euro für das Anwesen an der Hauptstraße 17. Vorstellen können sich die Markträte weiter den Kauf eines leerstehenden Gebäudes in der Ortsmitte, um es öffentlich zu nutzen, beispielsweise als Bücherei oder Flüchtlingswohnung. Dazu wurden 50 000 Euro angemeldet.

Für den Bahnhofsvorplatz und die sich nach Aussage von Kirzinger in einem "schlechten Zustand" befindliche Bahnhofstraße fasst das Gremium einen Rückbau mit Anschluss ans Sanierungsgebiet ins Auge. Diese Ausweitung erstrecke sich von der Kindertagesstätte St. Emmeram bis zum ehemaligen Rathausplatz beim "La Vida" und stelle "eine der letzten Ordnungsmaßnahmen" dar. Dann wären alle öffentlichen Plätze abgearbeitet. Der eingeplante Betrag von 52 000 Euro sei jedoch "Zukunftsmusik für 2019".

Wo Bahnhofstraße und Hagendorfer Straße auf die Ortsdurchfahrt treffen, sieht Thomas Glaser (SPD) große Probleme mit stehenden Fahrzeugen: "Der gesamte Kreuzungsbereich ist immer wieder zugeparkt." Der Marktrat aus Hagendorf bat die Gemeindeverwaltung deshalb um bauliche Veränderungen, damit zumindest die Sichtdreiecke frei blieben.

Eine Lösung könne er sich mit weiteren Metall-Pollern vorstellen, in ähnlicher Weise wie vor den beiden Bankfilialen. Kirzinger bestätigte die Situation. "Da ärgert sich jeder darüber." Eine spontane Nachfrage in die Tagungsrunde erbrachte kein Einwände, weshalb die Kommune einen Vorschlag erarbeiten wird.

Keine Windräder mehr


Die Änderung des Windenergie-Regionalplans sieht für Waidhaus lediglich einen Ersatz der beiden vorhandenen Windräder vor. Konkrete Vorbehaltsflächen sind nicht mehr vorgesehen. Eine Erneuerung oder Verbesserung müsse im Einklang mit rechtlichen Vorgaben sein, fasste Kirzinger zusammen. "Wäre denn eine Erhöhung auf bis zu 200 Meter möglich?", wollte Wolfgang Bauriedl (Pfrentscher Liste) wissen. "Ja, das ginge durch Ersatzzahlungen der Investoren", antwortete die Rathauschefin. Der Marktrat nahm von den Änderungen Kenntnis, sah jedoch von einer Stellungnahme ab.
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