Marktrat Waidhaus
Mehr Sicherheit für Feuerwehr

Über die Anschaffung neuer hochwertiger Schutzbekleidung durch den Marktrat freuen sich nicht nur Maximilian Mack, Raphael Fuchs, Marcel Randig, Florian Mack und Jonas Schmid (von links) von der Waidhauser Feuerwehrjugend. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
24.09.2016
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Etwas über 10 000 Euro lässt sich der Waidhauser Marktrat die erstmalige Anschaffung von vier Chemikalienschutzanzügen für seine Stützpunktfeuerwehr kosten. Mit bloßem Durchwinken war es dabei nicht getan.

In extra anberaumten Vorführungen durch zwei Fachfirmen machten sich die Fraktionen unter Teilnahme mehrerer Aktiver zunächst ein Bild von der Thematik. Die Entscheidung im Marktrat fiel nun auf die Firma Feuerschutz-Ludwig aus Bindlach, da deren Produkte sich als wartungsfrei in den ersten fünf Jahren zeigten.

Zuschuss vom Landkreis


Zudem genüge im Anschluss eine Überprüfung in zweijährigem Turnus. Bei Nichtgebrauch liege die Gewährleistung der Sicherheitsstandards bei 15 Jahren Laufzeit. Der Landkreis beteiligt sich pro Anzug mit einem Zuschuss von 1000 Euro, berichtete Bürgermeisterin Margit Kirzinger.

Der Marktrat fühlt sich bei der Firma Corvese bestens aufgehoben und beauftragte das Unternehmen nun mit der Planung für die weitere Digitalerschließung (Breitbandausbau). Den Ausschlag gab der Eingang des Zuwendungsbescheids in Höhe von 50 000 Euro aus Bundesmitteln. Der Vertrag beinhaltet Kosten für die Beraterleistungen in Höhe von 3080 Euro, eine Leerrohr-Studie (8000 Euro), die Wirtschaftlichkeitsvergleichsberechnung (8930 Euro) sowie geschätzte Gebühren (4200 Euro) für das Vergabeverfahren. Kirzinger wies vor dem einstimmigen Beschluss auf die zu 100 Prozent förderfähige Gesamtsumme von 28 809 Euro hin.

Für die Sanierung der Ortsstraßen in Reichenau ist am 26. Oktober Abgabeschluss. Die gewünschte Erweiterung mit einer Aufnahme des "Turnerplatzes" sei nach Rücksprache mit dem Amt für ländliche Entwicklung "leider nicht mehr möglich", informierte die Rathauschefin. In Pfrentsch sei auch lediglich eine Berücksichtigung des Dorfplatzes machbar. Die für beide Ortsteile gewünschten Erweiterungen könnten "erst wieder in eine ganz neue Förderrunde aufgenommen werden". Dabei reiche die Zeitspanne bis 2019.

Dennoch herrschte im Gremium Zufriedenheit. Denn: "Mit diesen beiden Maßnahmen sind wir dabei", bestätigte Kirzinger. Die Details werden der Bevölkerung in Pfrentsch und Reichenau demnächst vorgestellt, die Maßnahmen durch das Ingenieurbüro König, Weiden, sind bereits fertig geplant und berechnet. Die Kommune könne mit 60 Prozent Zuschuss für die Nettobaukosten von 218 697 Euro rechnen. Ein entsprechender Betrag sei im Haushalt eingeplant, werde jedoch heuer nicht mehr gebraucht.

Die hohe Summe von rund 350 000 Euro brutto inklusive Planungskosten veranlasste die Bürgermeisterin noch zu einem Extrakommentar, nachdem zunächst nur mit 306 000 Euro gerechnet wurde. "Das ist natürlich eine Menge Geld. Aber diese Ortsstraßen sind in einem wirklich schlechten Zustand und erhalten dadurch eine deutliche Verbesserung. Auch durch die geschotterten Wendeplätze für Müllfahrzeuge und das Scheeräumfahrzeug. Außerdem werden Leerrohre für Kabeln mit verbaut."

Schlechte Untergründe


Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl wies auf Nachfrage von Marktrat Thomas Glaser (SPD) auf die schlechten Untergründe und die fehlenden Oberflächenentwässerungen für diese Straßen hin, was beides behoben werde. Eine Überschreitung der Haushaltsstelle sei trotzdem nicht gegeben, erhielt SPD-Fraktionssprecher Johannes Zeug von Wilka-Dierl zur Antwort, da die Maßnahme erst den Haushalt 2017 betreffe.
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