Marktrat Waidhaus
Radweg muss noch warten

Was derzeit nur ein ausgetretener Trampelpfad entlang der Autobahnbrücke ist, soll nach dem Willen der Marktgemeinde zu einem ausgebauten Geh- und Radweg werden. Die Frage ist nur, wann. . . Bild: fjo
Politik
Waidhaus
19.08.2016
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In den fehlenden Fuß- und Radweg Richtung Pfrentsch kommt nur langsam Bewegung. Ein Besuch von Bürgermeisterin Margit Kirzinger in München eröffnet zwar Perspektiven, aber eine schnelle Lösung zeichnet sich nicht ab.

Die zur Ausfahrt Eslarn-Waidhaus gehörende Autobahnbrücke macht in zweierlei Hinsicht von sich reden. Die Komplettsperrung von Montag bis Samstag, 29. August bis 3. September, ist vorübergehend.

Anders sieht es beim sehnlichst gewünschten Fuß- und Radweg zwischen Waidhaus und Pfrentsch aus. Hier beginnen die Planungen unter völlig anderen Gesichtspunkten. Monika Zeitler-Kals brachte das Thema in der Marktratssitzung vor der Sommerpause zur Sprache: "Die Autobahnbrücke ist für Fußgänger und Radfahrer viel zu klein geplant und ausgeführt worden." Sie fragte sich deshalb, wer zuständig sei, damit hier für eine gefahrlose Nutzung dieser Verkehrsteilnehmer nachgebessert werde.

Prüfung zugesichert


Inzwischen war Bürgermeisterin Kirzinger in Begleitung von Landtagsabgeordneter Annette Karl im Münchener Verkehrsministerium bei Staatssekretär Gerhard Eck. Dort ist ihr eine Prüfung von zwei Varianten durch die Oberste Baubehörde zugesichert worden. Die kleinere Lösung untersucht, ob ein einseitiger Radweg in die bestehende Brücke integriert werden könnte. Aber auch die ganz große Alternative zum Neubau einer kombinierten Fahrrad-/Fußgängerbrücke geht in Planung, zumal hier der Vorteil einer Einbindung beider Aus- und Einfahrten besteht.

"Ganz klar Planungsfehler"


Eine kaum lösbare Aufgabe verband das Ministerium trotzdem mit der Planungszusage: Den Bau müsste Waidhaus in Sonderbaulast zunächst selbst finanzieren. 65 bis 75 Prozent als Zuschuss wurden zwar in Aussicht gestellt, aber nicht in der ersten Priorität, was also nach aktuellem Stand rund zehn Jahre Wartezeit bedeutet. Zeitler-Kals fand daran keinen Gefallen: "Hier liegt ganz klar ein Planungsfehler zugrunde, bis hin zur Fehllenkung des Verkehrs aus Eslarn und Schönsee, mit einer viel zu klein bemessenen Brücke."

Kirzinger pflichtete ihr bei. "Ich sehe deshalb nicht ein, dass die Gemeinde auch noch 25 Prozent aus eigenen Mitteln schultern soll, obwohl den Fehler andere gemacht haben." Dazu warf sie wesentliche Verbesserungen für die Bürger in die Waagschale. "Man müsste sein Kind nicht immer mit dem Auto zum Musikunterricht, in Schule, Kindergarten oder zum Sportverein bringen, wenn es einen Rad- und Fußweg gäbe." Den jetzigen Trampelpfad beurteilte die Rathauschefin als "sehr abschüssig und deshalb auch sehr gefährlich für Fußgänger. Radfahrer haben überhaupt keine Chance, die Brücke gefahrlos zu überqueren".

Wolfgang Bauriedl sah Waidhaus benachteiligt. "In anderen Gegenden Bayerns, und noch mehr in anderen Bundesländern, sind begleitende Fahr- und Gehwegen längst Standard. Ich weiß nicht, was das Staatliche Bauamt geritten hat, dass dies hier vergessen wurde." Um eine "gewisse Vorarbeit" bat Georg Kleber, der damit eine Eigenleistung in Bezug auf wesentliche Entscheidungen einforderte; beispielsweise, ob der Radweg rechts oder links von der Staatsstraße entstehen soll.

Während die Ergebnisse beider Alternativen abzuwarten bleiben, hat die RBO bereits eine Meldung zur Vollsperrung der Autobahnbrücke herausgegeben. Demnach fahren die Linienbusse zwischen Montag und Samstag, 29. August 3. September, während der Komplettsperrung die Bushaltestellen in Pfrentsch und Ziegelhütte nicht an.
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