Marktrat Waidhaus
Trauungen teuerer

Für das neue Sinkkasten-Hebegerät wird ein Diesel-Aggregat für rund 2500 fällig, um einen sinnvollen Einsatz zu gewährleisten. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
15.03.2016
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Heiraten in Waidhaus wird teurer. Ehepaare müssen für eine standesamtliche Trauung künftig 30 Euro mehr hinblättern.

Die neue Standesbeamtin Michaela Menzl hat bei einem Vergleich der Gebühren für Hochzeiten in der Region wesentliche Unterschiede herausgefunden. In Waidhaus war eine Anpassung von 40 Euro auf 70 Euro nötig. Bürgermeisterin Margit Kirzinger begründete dies in der Marktratssitzung auch mit den oft außerhalb der normalen Dienstzeiten liegenden Terminen. Immerhin sind zwei Flaschen Sekt inklusive Orangensaft enthalten. Sollten Brautpaare zusätzlich eine Änderung der Bestuhlung im Gemeindezentrum wünschen, kämen 20 Euro Aufwandspauschale hinzu, weil Mitarbeiter des Bauhofs notwendig seien.

Mit den Nachbarkommunen Eslarn, Pleystein und Georgenberg hatte sich die Marktgemeinde ein neues Spezialgerät für die Wassereinläufe in Fahrbahnrinnen, ein sogenannten Sinkkasten-Hebegerät, für rund 13 000 Euro beschafft. Waidhaus übernahm die Federführung, das Gerät lagert im hiesigen Bauhof. Die beteiligten Gemeinden können das Gerät im Frühjahr und Herbst für jeweils 14 Tage in einem festgeschriebenen Zeitraum nutzen.

"Falsch beraten"


In der Praxis zeigte sich nun, dass ein Betrieb nicht über den Motor des im Herbst beschafften Kommunalfahrzeugs möglich ist, eine separate Hydraulik wäre erforderlich. Abhilfe soll ein Diesel-Aggregat der Firma Zenk aus Frankenreuth schaffen, das die Markträte für 2505 Euro netto einstimmig orderten. Die zusätzliche Ausstattung mit dem Aggregat bringe jedoch weitere Vorteile mit sich, wusste Ewald Zetzl. Ansonsten wären zwei Arbeiter als Besatzung notwendig. Kirzinger bestätigte: "Dadurch ist eine Zeit- und Geldersparnis möglich." Thomas Glaser brachte die Enttäuschung des Gremiums auf den Punkt: "Wir wurden da von der Firma beim Kauf falsch beraten." Die Rathauschefin ergänzte, dass es zwar möglich sei, den Betrieb mit einem Spezialgerät durch den Fahrzeugmotor zu lösen. Aber hier wäre eine Nachrüstung des Motors erforderlich, was sofort zum Verlust der Gewährleistung führen würde.

Ein weiterer Bauantrag für das "Kiesbeet" freute das Gremium, brachte aber auch Diskussionsbedarf mit sich. Bernhard Strehl plant ein Wohnhaus im "Neuhäusler Weg". Nachdem die Hälfte des vorbeiführenden Gemeindewegs als Abstandsfläche von der Kommune übernommen werden kann, genehmigten die Markträte das Vorhaben ohne Gegenstimme. Familie Wilka erhielt die einstimmige Zusage für den Anbau einer Altenteilerwohnung an das Wohnhaus im Ortsteil Pfälzer Hof. Der Beginn der Sitzungen im Sommer wird nicht geändert, da mehrere Markträte dadurch in Bedrängnis kämen.

UWG/PL-Fraktionssprecher Josef Schmucker wollte wissen, ob zum defekten Brunnen bei der Nepomukkapelle in Frankenreuth bereits etwas angedacht sei. Die Frauen, die sich um den jährlichen Blumenschmuck bemühten, überlegten, ob sie erneut den enormen Aufwand für das Gießen auf sich nehmen sollen. "Das ist ein bekanntes Problem", sagte Kirzinger. Es gebe aber noch keine sinnvolle Lösung, und "ein Brunnen ohne Wasser ist ja auch nicht schön". Sie regte eine Besichtigung mit dem Bauausschuss an und sagte eine Aufnahme in die Liste der anstehenden Aufgaben zu. "Wir arbeiten dran."

Tempolimit auf Staatsstraße


Im Nachgang zur Ortsteilversammlung in Pfrentsch informierte Georg Kleber über eine neue Idee aus der Bevölkerung. Mit dem Staatlichen Bauamt solle eine Geschwindigkeitsbeschränkung für die Staatsstraße vor dem Ortsbeginn besprochen werden. Kirzinger sagte zu, diese Idee beim bereits anberaumten Termin wegen der Situation auf Höhe des Weilers Ziegelhütte anzusprechen.

Um eine Lösung bat Gabi Wolf wegen der tagsüber brennenden Zufahrtslampen bei der ehemaligen Schule in ihrem Heimatort Hagendorf. Zetzl wollte wissen, wie sich die rechtliche Situation darstelle, wenn sich nach der geplanten Baugebietserweiterung in Pfrentsch die Notwendigkeit einer zweiten Zufahrt zeige. Er forderte eine Zusage vom Staatlichen Bauamt. Kirzinger versprach, das Thema im bevorstehenden Ortstermin anzusprechen.
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