Neuer Platz mit Nepomukstatue in Waidhaus
Prominenter Platz im Quadrat

Irmgard Bótha (links) hatte die Idee zu einem Infotermin vor Ort. Dabei gab es umfangreiche Auskünfte von Bürgermeisterin Margit Kirzinger (Mitte) und Architekt Rudolf Meißner (Dritter von links) inmitten der neuen Nepomukanlage. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
01.09.2016
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Der erste Eindruck ist entscheidet. Daher gibt sich Waidhaus für sein Haupteinfallstor ein neues Gesicht. Dabei steht aber nicht nur die Optik im Vordergrund.

Rede und Antwort stand Architekt Rudolf Meißner vielen Bürgern am Dienstagabend vor Ort. Auf Initiative der SPD informierten der Experte über die aufwendige Maßnahme. "Bevor die Anlage ganz fertiggestellt ist", begründete Vorsitzende Irmgard Bótha. Für eine kurze Einführung zur Entwicklung des Vorhabens stand Bürgermeisterin Margit Kirzinger zur Verfügung. Die fast 250 Jahre alte Granitplastik des heiligen Nepomuk erhält mitsamt dem gleichnamigen Brunnen vis-à-vis der Autobahnkirche ein neues Umfeld.

"Der Platz hat seinen Charme verloren und ist einfach in die Jahre gekommen", sagte die Rathauschefin zu dem seit 20 Jahren unveränderten Aussehen. "Es ist das Tor von Waidhaus. Dort werden die Gäste begrüßt. Weshalb wir uns im Marktrat einig waren, da muss etwas gemacht werden." Bei Vorlage der ersten Kostenvoranschläge hätten aber alle Gremiumsmitglieder erst einmal "geschluckt" und seien von den Beträgen "förmlich überrascht" gewesen.

Fördertöpfe angezapft


Nach vertretbaren Abstrichen und Kompromissen investiert die Gemeinde 230 000 Euro in die umfassende Aufwertung des Areals. Verschiedene Fördergelder erleichterten der Kommune die Finanzierung. Und das mit einer Höhe von bis zu 90 Prozent, wie beispielsweise für das neue Buswartehäuschen. Weitere Zuschüsse im Zuge der Städtebauförderung und durch Beteiligung an Leader-Projekten konnten integriert werden, erklärte die Bürgermeisterin.

Die Verzögerung des Fertigstellungstermins sah sie in den Personalnöten der Baufirmen begründet. Allmählich "sehe das Gewerk jedoch seinem Ende entgegen" - bis auf die Bepflanzung. Da sich die Kommune etwas Besonderes ausdachte, müsse die Herbstzeit als Pflanzzeit einfach abgewartet werden.

Mit etlichen Fotos erinnerte Meißner an das einstige Aussehen des Grundstücks. Seine Pläne zur Neugestaltung seien von dem Gedanken getragen, der wertvollen Nepomukstatue künftig einen "prominenten Platz" zuzuweisen. Deren baldiger Standort kennzeichne ein quadratisches Betonfundament. Ausreichend Sitzplätze durch Bänke in Verbindung mit Tischen und eben jene lang geschwungene Betonfläche als Rastmöglichkeit erzeugten zuvorderst die neue Optik. Darin komme der moderne Aspekt zum Ausdruck, und die noch fehlenden Holzauflagen brächten für die auch als "Rücken zur Straße" gedachte Form der Ausführung den nötigen Nutzungskomfort.

Neue Fontänen


Der Brunnen mit Baujahr 1978 erhalte durch Anwendung "vieler toller Technik" eine Rückkehr zu seiner einstigen Bestimmung. Damit ende die seit vielen Jahren bestandene Stilllegung. Wegen einer verbesserten Wasserführung sei nun das Springverhalten der zudem neu konzipierten Bogenfontänen regelbar. Im Boden eingelassene Lichtpunkte sorgen in der Nacht für Atmosphäre.

Den erheblichen Abstand zwischen Bordstein und Bushäuschen etwa erklärte der Planer mit vielen Leitungen, die sich entlang des Gehwegs in der Erde befänden. Zu den Standorten der drei Infoschaukästen beantwortete er die Frage nach der Gesamthöhe mit 1,80 Meter.

E-Bike-Ladestationen und ParkplätzeArchitekt Rudolf Meißner informierte auch über die E-Bike-Ladestationen unmittelbar in der Nähe der Fahrradhalterungen, wofür die Trafostation jedoch relativ groß ausgefallen sei. Diese werde nun mit einer größer geplanten Hainbuchenhecke noch abgeschirmt. Für die Verwirklichung einer Ladestation für Elektroautos wären die entsprechenden Vorbereitungen bauseits getroffen.

Bei den Parkplätzen sei die Wahl auf Pflasterflächen gefallen, wohingegen die Zufahrt zum Anwesen asphaltiert werde. Zudem kommen dort schlanke Eisenpoller zum Einsatz. Mit der neuen Beleuchtung gehe eine Umstellung von Peitschenmasten auf modernes Licht mit einer Brennstelle mehr einher, das der Anlage und dem Straßenraum vor der Autobahn- und Radwegkirche "einen zusätzlichen Touch" in Form einer ausreichenden und guten Beleuchtung gebe. (fjo)
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