Ortsteilversammlung Reichenau
Erneuerung in trockenen Tüchern

Viele Jahre mussten die Reichenauer auf einen Fortgang der Dorferneuerung warten. Nun stellte Bürgermeisterin Margit Kirzinger die Sanierung der Ortsstraßen vor. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
04.10.2016
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Auf ein weiteres Jahr mit Baustellen im gesamten Ortsteil bereitet Bürgermeisterin Margit Kirzinger die Reichenauer vor. Die aufwendige Erneuerung der Ortsstraßen ist in trockenen Tüchern.

Reichenau. Viele Bürger waren dem Aufruf zur Ortsteilversammlung in das Schützenhaus gefolgt. Die Stimmung im Ort ist gut, weil die Bevölkerung dieser Maßnahme positiv gegenüber steht. Zur detaillierten Vorstellung hatte Kirzinger als Fachmann Gunther König vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Weiden mitgebracht, der auf die Planungen zur Sanierung der drei Ortsstraßen näher einging.

König erklärte den geplanten Aufbau der Straßen, die künftigen Maße und die zum Einsatz kommenden Entwässerungseinrichtungen. Mit einer Mindeststraßenbreite von 3,50 Meter würden die Reichenauer künftig besser gestellt: "Das ist wesentlich mehr, als die bisher vorhandenen Breiten sind." Beim Anwesen Reichenau 22 würde zudem ein geschotterter Wendehammer angelegt, um Schneeräumfahrzeugen und Müllautos das Umkehren zu ermöglichen. Beim Kinderspielplatz werde die vorhandene Wasserrinne weitergeführt und das Niederschlagswasser in neu ausgebaute Straßengräben geleitet.

Die Ableitung des gesamten Straßenwassers erfolge durch Straßen-Sinkkästen in den vorhandenen Niederschlagswasserkanal und werde dadurch in den Mühlweiher abgeleitet. Die Ausbaustrecke zu den Anwesen Reichenau 22 und 23 betrage jeweils eine Länge von 175 Metern, die Straße zum Anwesen Reichenau 33 messe 100 Meter. In allen Fällen handle es sich um Endzufahrten von am Ortsrand liegenden Anwesen.

Neben den beiden am Spielplatz vorbeiführenden Trassen sei das asphaltierte Stück durch die Mooswiesen betroffen. Durch das Amt für ländliche Entwicklung sei bereits frühzeitige eine Vermessung erfolgt. Alles in allem wären für die gesamte Baumaßnahme rund 309 000 Euro veranschlagt. Aus dem ELER-Förderprogramm dürfe Waidhaus auf einen Zuschuss von 60 Prozent für die Nettobaukosten hoffen. Zusätzlich würden Leerrohre für eine künftige Glasfaserverlegung gleich mit eingebaut. "Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn kurz nach der Fertigstellung die neue Asphaltdecke gleich wieder wegen einer Leitungsverlegung aufgerissen werden muss", betonte Ingenieur König.

Die von der Bevölkerung gewünschte Erweiterung der Maßnahme mit einer Aufnahme des "Turnerplatzes" sei nach Rücksprache mit dem Amt für ländliche Entwicklung "leider nicht mehr möglich", erklärte die Bürgermeisterin. "Das werden wir aber für die nächste Zeit im Auge behalten." Es bestünden berechtigte Hoffnungen, das 860 Quadratmeter große Areal durch die Ausprägung der Richtlinien in den Folgejahren in ein Förderprogramm zu bekommen. "Es ist das letzte Fleckerl, das wirklich nicht befestigt ist. Und für die Entwässerung ist dort auch nicht ausreichend gesorgt, obwohl der Platz reichlich befahren und als Buswendeplatz benötigt wird."

Abschließend ist die Marktgemeinde nochmals gefordert, denn für die Einreichung der Maßnahme bei der Regierung ist am 26. Oktober Abgabeschluss. Im Haushalt waren bereits für dieses Jahr entsprechende Gelder eingeplant. Da die Maßnahme erst für den Haushalt 2017 zum Tragen kommt, kann eine Anpassung nach den nun konkret vorliegenden Summen wesentlich besser vorgenommen werden.
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