Pfrentscher Ortsdurchfahrt
Raser mit über 170 Sachen unterwegs

Eine Lösung für die Ortsdurchfahrt von Pfrentsch rückt in greifbare Nähe. Favorisiert wird ein Ausbau mit Gehweg ähnlich wie bei der Hagendorfer Straße in Waidhaus. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
02.03.2016
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Pfrentsch. Bewegung kommt in die Situation bei der langen Ortsdurchfahrt, die Teil der Staatsstraße zwischen Schönsee und Flossenbürg ist. Bürgermeisterin Margit Kirzinger brachte das Thema am Montagabend in der Ortsteilversammlung zur Sprache. Die Lage sei "an vielen Stellen nicht fußgängerfreundlich".

Genug Platz für Gehweg


Bei einer Begehung mit den Fachstellen seien Verbesserungen zur Sprache gekommen. Sobald der Marktplatz in Waidhaus abgeschlossen sei, könne man hier anpacken. Die Rathauschefin stelle eine Lösung ähnlich wie für die Hagendorfer Straße im Grenzmarkt in Aussicht. Fast überall stünden 8 Meter Straßenbreite zur Verfügung, bestätigte Kerstin Wilka-Dierl. Für einen Gehweg wären 1,50 Meter Platz, für die Straße bliebe der gängige Querschnitt von 6,50 Meter übrig.

Noch heuer wolle die Gemeinde in die Grundstücksverhandlungen einsteigen. So könne in den kommenden vier, fünf Jahren mit einer Umsetzung gerechnet werden. Auch vom Bauamt gebe es eine gleichlautende Aussage, wobei von dieser Stelle eine Gesamtmaßnahme bis hinüber nach Eslarn angedacht sei. Damit läge der Straßenbau in der Hand des Staatlichen Bauamts. Die Marktgemeinde Waidhaus könne den Gehweg realisieren. Einzig bei der Hauberrisser-Kapelle würde es etwas aufwendiger, einen Lückenschluss zu erreichen.

Kirzinger ging weiter auf die installierten Geschwindigkeits-Messanlagen ein. "Es war erschreckend, was dabei bisher herausgekommen ist." 172 und 157 Kilometer pro Stunde seien die Höchstgeschwindigkeiten gewesen. Allein die Messanlagen zeigten jedoch bereits "einen gewissen Erfolg".

Als Grund für das viel zu schnelle Fahren sah Marktrat Ewald Zetzl die breite Straße. Da brauche es eine erhebliche bauliche Maßnahme in Bezug auf einen Fahrbahnteiler, eine Querungshilfe oder dergleichen, unterstrich Uli Grötsch. Fraktionskollegin Monika Zeitler-Kals versprach: "Wenn ihr als Bürger das wollt, dann bringen wir das auch hin."

Wegen der Sanierung des Dorfplatzes erinnerte Kirzinger Ex-Marktrat Alois Voit an dessen Auftrag, diesen noch in ihrer ersten Amtsperiode zu realisieren. Eine Fördermöglichkeit sei im Rathaus kürzlich durch das Amt für ländliche Entwicklung als EU-Sonderprogramm neu vorgestellt worden. Daraufhin habe die Kommune die Maßnahme mit den Ortsstraßen in Reichenau eingereicht. Dazu seien für heuer Mittel in den Gemeindehaushalt aufgenommen worden.

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Was brannte den Bürgern noch auf den Nägeln? Die Wasserrinne beim Kleintierzentrum werde nachgebessert. Der Bauhof werde dies angehen, sobald das Wetter es zulasse, erklärte die Bürgermeisterin. Das Ende der Sackgasse am nordwestlichen Ortsrand war Monika Meier ein Anliegen und Manuela Pressl der Zustand des Spielplatzes. Wilka-Dierl informierte, dass die Plätze noch bis Pfingsten gesperrt sind, bereits ab Ostern soll jedoch eine Sanierung starten.
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