Waidhauser Marktrat tagt wegen Nepomukanlage
„Schönes Eingangstor“

Rund um die Nepomukstatue (Bildmitte) erhält der Grenzort beim Zusammentreffen des Autobahnzubringers mit der "Waidhauser Landstraße" in den kommenden Monaten ein gänzlich neu gestaltetes Einfallstor. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
16.02.2016
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Die Ausstattung der Nepomukanlage bei der Autobahnkirche stand am Montagabend auf der Tagesordnung im Marktrat. Beim Beschluss gab es nur eine Gegenstimme.

In absehbarer Zeit soll mit dem Bau begonnen werden, erklärte Bürgermeisterin Margit Kirzinger. Bereits Ende Juli soll die Maßnahme fertig sein. Die Ausschreibung laufe. Nun gelte es, die Ausstattungsdetails festzumachen, begann Architekt Rudolf Meißner aus Waldthurn seinen Vortrag. Für die Sitzbänke wären extra hohe Kosten eingeplant gewesen, wovon der Planer nun abriet, und für eine Ausführung mit pulverbeschichteten Metallfüßen und imprägnierten Holzteilen plädierte. Ein Teil davon könne außerdem ohne Rückenlehnen ausgeführt werden.

Abgrenzung zur Grünfläche


Einen zweiten Schwerpunkt legte Meißner auf die Fahrradstellplätze. Auch hier empfahl er eine "zurückhaltende Gestaltung mit Bügeln". Als "Knackpunkt" erinnerte er an die geschwungenen Betonbänke. Bei der Suche nach einer kostengünstigeren Alternative sei er in München fündig geworden. Damit ließe sich eine architektonische Abgrenzung zur Grünfläche erreichen. Die sandgestrahlten Betonteile weisen eine Sitzhöhe von 45 Zentimetern auf.

Im Infobereich favorisiert der Architekt eine Litfaßsäule. Eine dreigeteilte, beleuchtbare Anschlagtafel biete weitere Flächen für Mitteilungen. Der vorhandene Granitbrunnen erhalte ein Betonfundament und werde wie ursprünglich genutzt. Die Beleuchtung der Nepomukstatue könne mittels Bodenstrahler geschehen. Absperrpoller außerhalb der neuen Parkplätze hielt Meißner für notwendig.

Die wenigen Papierkörbe sollten nur kleinste Öffnungen aufweisen. Die künftige Bepflanzung solle laut Planer bunt sein. Bodendecker für schattige Standorte wären vorzuziehen, beispielsweise Japan-Segge, Wildastern und Blumenesche.

Im Gegensatz zur Kostenberechnung könnten die Ausgaben für die Ausstattung damit von über 53 000 Euro auf rund 32 500 Euro gedrückt werden. Darin sei die E-Bike-Ladestation mit Kosten von rund 1000 Euro bereits enthalten.

Zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl bat um Auskünfte zur Verkleidung des nötigen Stromverteilerkastens. Anstatt der Fahrradständer plädierte CSU-Fraktionssprecher Stefan Harrer für weitere Parkplätze. Man sollte dafür auf eine Sitzbankreihe verzichten. "Das würde ich mir noch gut überlegen", hielt Meißner dagegen und argumentierte: "Wir wollten mit der aufwendigen Neugestaltung eine gewisse Aufenthaltsqualität verknüpfen."

Nicht mehr Parkplätze


Geschäftsleiter Josef Forster ergänzte: "Der Entwurf enthält bereits die höchstmögliche Anzahl an Parkplätzen. Das ist mit der Regierung aufgrund der Förderung abschließend abgestimmt." Enttäuscht zeigte sich Gabi Wolf, nachdem bei der Beschlussfassung ein gewisses Maß an Änderungen zugesagt worden sei. "Mir gefällt der Entwurf sehr gut. Ich halte ihn für sehr gelungen", lobte hingegen Vera Stahl. Für den Einlauf und die Wasserabläufe des Brunnens sowie den neuen Gedenkstein der "Goldenen Straße" interessierte sich Thomas Glaser.

Das Schlusswort gehörte der Bürgermeisterin: "Das wird ein schönes Eingangstor für Waidhaus. Ich freue mich, wenn das dann alles beleuchtet ist und ein Blickfang wird. Da können wir unsere Gäste eindrucksvoll begrüßen." Das es sich wirklich um eine Nepomukstatue handelt, verdeutlichte Meißner, indem er zur Symbolik des Heiligen auf die eingemeißelten Attribute im Standsockel verwies.
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