Waidhauser SPD wählt neue Vorsitzende
Bótha folgt auf Zeitler-Kals

Irmgard Bótha (Mitte) übernahm bei der Waidhauser SPD das Ruder als Vorsitzende. Markträtin Monika Zeitler-Kals (Vierte von rechts) hatte aus persönlichen Gründen auf das Amt verzichtet. Bild: fjo
Politik
Waidhaus
14.06.2016
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Eine Überraschung gab es in der SPD-Jahresversammlung im Hans-Sommer-Sportheim: Vorsitzende Monika Zeitler-Kals erklärte ihren Rücktritt aus persönlichen Gründen.

Sie erklärte, dass es ihr eine Ehre war, "diesen Ortsverein führen zu dürfen". Mit einem großen Vertrauensbeweis kürte die Versammlung Schriftführerin Irmgard Bótha zur neuen Chefin.

Sie erläuterte, wie es zu ihrer Kandidatur kam: Nachdem Zeitler-Kals in der Vorstandssitzung am 30. Mai ihren Rücktritt angekündigt hatte und sie auch nicht umzustimmen war, überlegten die Verantwortlichen, wer diese Aufgabe übernehmen könnte. Es gab eine längere Diskussion, zunächst ohne Ergebnis. Dann schlug Inge Stöckl Bótha vor, nicht nur weil an ihr bereits der Schriftverkehr hing, "sondern sie auch die Vorsitzende unterstützte und über vieles Bescheid weiß". Schließlich habe Bótha zugestimmt.

Bürgermeisterin Margit Kirzinger dankte für die vielen Geburtstagsgrüße. "Es war ein schöner Tag im Gemeindezentrum." Besonders gefreut habe sie sich über die großzügigen Spenden der Gratulanten. Daher können nicht nur ein Spielgerät für den Spielplatz "In der Au" angeschafft werden, sondern gleich mehrere.

"Das Arbeitspensum in der Gemeinde ist enorm, welches dann noch durch die wahnsinnige Bürokratie belastet wird", blickte die Rathauschefin auf das nächste Thema. Es wäre nicht alles zu schaffen, wenn die Mitarbeiter nicht so viel arbeiteten.

Zu den auf den Weg gebrachten Förderprogrammen für die Schaffung von Vitalpark, Bienenprojekt, Straße nach Reichenau und Freizeitanlage merkte Kirzinger an: "Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht zu sehr von den Förderprogrammen leiten lassen." Vielmehr gelte es, das eigene Wahlprogramm im Auge zu behalten, "damit wir das machen, was wir machen wollen".

84 Mitglieder


Unterstützung erhielt sie durch Zeitler-Kals, die Laura Glaser als Neuzugang vorstellte. Damit hat der Ortsverein nun 84 Mitglieder. Nicht nur über die "drei großen Aktionen" der Jusos hielt Glaser in Vertretung für Juso-Sprecher Rudi Grundler junior Rückschau.

Uli Grötsch zog das Interesse der Mitglieder auf sich, als er von seiner Arbeit erzählte: "In Berlin bekommt man viel mit, das ist sehr interessant. Mit der Zeit kennt man die Lage und auch die Lager." Über verschiedene bundespolitische Themen streifte er die Forderung nach einer Abkehr von der Rente mit 67 Jahren. Die SPD fordere: "Nach 45 Arbeitsjahren ohne Abzüge in Rente. Das ist eine wichtige Botschaft."

Einem Fortbestand der großen Koalition nach den Wahlen 2017 gab er wenig Chancen: "Es wird ein großes Durcheinander werden." Deshalb sei es wichtig, dass die SPD "der Anwalt der kleinen Leute ist und bleibt". Sein Fazit nach drei Jahren Arbeit im Bundestag: "Die Konservativen sehen den einfachen Menschen und seine Bedürfnisse nicht mehr. Sie haben ein anderes Klientel im Auge."

Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht zu sehr von den Förderprogrammen leiten lassen.Bürgermeisterin Margit Kirzinger
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