Erstes gemeinsames Training nach Zusammenschluss beider Vereine
Kicker aus Pfrentsch und Waidhaus in trauter Harmonie

Vereinsgeschichte schrieben die Fußballer von TSV Waidhaus und SV Pfrentsch mit dem ersten gemeinsamen Training. Für die künftige Spielgemeinschaft entschied sich auch Samuel Nomba (kniend, rechts), der damit als erster Spieler mit afrikanischen Wurzeln in der Chronik steht. Bild: fjo
Sport
Waidhaus
28.06.2016
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Pfrentsch. Das erste gemeinsame Training der Fußballer aus Waidhaus und Pfrentsch stieß auf unerwartetes Interesse bei Spielern und Zuschauern. Fast 40 Jahre nach der Vereinigung beider Gemeinden gelang nun der lange Zeit für unmöglich gehaltene Zusammenschluss von SV und TSV.

Längst sind viele Jahre ins Land gezogen und die gegenseitigen Sticheleien fast Vergangenheit. Den historischen Augenblick einer gemeinsamen Mannschaft wollten Fans und Ungläubige hautnah miterleben. "Können die auch miteinander?" oder "Wie soll das Ganze nun ablaufen?" waren nur zwei von vielen Fragen, die es lohnten, sich selbst ein Bild davon zu machen.

Unter Trainer Manuel Meckl kam auf dem Platz im neu formierten Team zu keiner Sekunde ein Hauch von Rivalität auf. Entlang der Bande übten sich die Waidhauser Gäste bei ihren "neuen Freunden" von Pfrentsch in trauter Harmonie - als ob es nie anders gewesen wäre.

Erstes Freundschaftsspiel


Beide Spielstätten werden für Training und Spiele künftig im steten Turnus genutzt, informierte SV-Vorsitzender Josef Eschenbecher. Auf dem Areal am ehemaligen Pfrentschweiher wird am Samstag, 10. Juli, das erste Spiel über die Bühne gehen. Zum 40-jährigen Bestehen des Sportvereins gastiert die Mannschaft der DJK Neukirchen zu St. Christoph um 15 Uhr zum Freundschaftsspiel.

Ihr Kommen brauchten die Zuschauer bei der ersten Übungseinheit übrigens nicht zu bereuen. Neben Norbert Steckermeier (TSV) als Betreuer der neuen ersten Mannschaft waren die Fußball-Abteilungsleiter Bernhard Meckl (TSV) und Stefan Preßl, darunter. Es gab viel zu sehen und die Gesprächsthemen rissen nicht ab. Die stolze Zahl der am Training teilnehmenden Spieler nährte zudem die Hoffnung auf eine gute Zukunft und ein glückliches Miteinander. Neben mehreren Stammspielern der beiden bisherigen Mannschaften und neuem Nachwuchs aus Waidhaus und Pfrentsch hat die Spielgemeinschaft einen Kader, dem ein internationaler Flair nicht abzusprechen ist. Über die sich seit vielen Jahren an der Grenze wohlfühlenden Spieler aus dem tschechischen Umland hinaus, trainierte erstmals auch Samuel Nomba aus Burkina Faso mit. Die Spielgemeinschaft Waidhaus-Pfrentsch tritt künftig in der A-Klasse Weiden an.
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