Rudolf Grundler senior weiter an der Spitze der Waidhauser Schützen
Wasserschaden und ein Kracher

Sport
Waidhaus
21.03.2016
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Das Jahr 2015 hätte für die Waidhauser Schützen eigentlich ein normales Vereinsjahr sein können, wäre da nicht der Ärger mit den Versicherungen hinzugekommen. Auslöser war ein Wasserschaden im Schützenhaus.

Als "sehr unangenehm" bezeichnete Schützenmeister Rudolf Grundler senior den Schaden nicht nur für das Vereinsdomizil, sondern ebenso für den Vorstand. Durch einen unverschuldeten Wasseraustritt war es "ziemlich nass in unseren Räumlichkeiten" geworden.

Während die Hauseigentümer alle Aufräumungs- und Trocknungsarbeiten zügig erledigt hätten, sei die Bezahlung des Schadens durch die Versicherungen "sehr nervenaufreibend" gewesen. Erst nach anstrengenden Verhandlungen seien die Kosten schließlich dennoch größtenteils übernommen worden.

Positives gab es trotzdem: Die gemeinsam mit dem TSV auf die Beine gestellte "1. Waidhauser Schlagernacht" war ein "unerwarteter Kracher". Der Schützenmeister richtete dazu Dankesworte an allen Beteiligten und Helfer. Als weiteren Höhepunkt erinnerte er an die Verleihung der Sportplakette des Bundespräsidenten zum 150-jährigen Bestehen durch den bayerischen Innenminister Joachim Hermann. "Wir waren der einzige Verein aus der Oberpfalz."

Nachwuchs im Visier


Auf sportlicher Seite habe ihm die Premiere des "König-Ludwig-Schießens" mit dem Patenverein 1884 Eslarn eine "besondere Freude" bereitet. Nicht nur, weil "wir gleich Sieger des ersten Schießens um den neuen Wanderpokal wurden". Für die Idee zu diesem Wettbewerb dankte er seinem Stellvertreter Ludwig Nossek, der sich "bestimmt wieder stark macht, damit wir heuer zu einer Fortsetzung hier bei uns in Waidhaus kommen".

Ein Lob sprach der Schützenmeister in Richtung Jugend- und Sportleitung aus: "Alle sind sehr bemüht, dass es mit dem Nachwuchs wieder aufwärts geht." Zur Hebung der Motivation sei sogar eine Teilnahme am Kadertraining des Oberpfälzer Sportschützenbundes ermöglicht worden. Erfreut äußerte er sich über den sofortigen Wiederaufstieg der Luftpistolenmannschaft nach einer Saison ohne Niederlage und ohne Unentschieden.

Zur finanziellen Situation des Vereins nannte der Schützenmeister die wichtigsten Ausgaben, welche die Installation einer eigenen Wasserversorgung, die Instandhaltung des KK-Stands und die Anschaffung eines neuen Luftgewehrs umfassten. Weitere Kosten erheblichen Ausmaßes stünden mit der Dachreparatur und dem Kauf einer neuen Luftpistole bereits vor der Tür.

Den acht Austritten stand das Gewinnen von Bürgermeisterin Margit Kirzinger und Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch als Neumitglieder gegenüber. Mit Maximilian Krämer, Stefan Nitsch und Christopher Hanauer stieg die Zahl der Zugänge auf fünf und damit auf aktuell 136 Mitglieder, nachdem Oswald Teichmann und Alfred Schmucker verstorben sind. Zum Rückgang bat Grundler senior: "Dies soll auch zugleich eine Bitte sein, die Mitgliederwerbung in Angriff zu nehmen. Denn unser Verein steht ja weder finanziell noch personell schlecht da."

Die im Vereinsausschuss bestens vorbereitete Anpassung der Beiträge mit 10 Euro für Schüler, 12 Euro für Jugendliche und 24 Euro für Senioren genehmigte die Versammlung nach kurzer Diskussion. Für die Bereicherung des kulturellen Angebots in der Marktgemeinde Waidhaus dankte zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl.

"Was macht einen guten Verein aus?" Mit dieser Frage startete stellvertretender Gauschützenmeister Anton Hirnet aus Waldheim sein Grußwort und bestätigte: "Mit 136 Mitgliedern seid ihr am Puls der Zeit." Eine Bitte äußerte er abschließend: "Hegt und pflegt euren KK-Stand."

"Schön wäre es, wenn ein paar Schützen, welche in den letzten Jahren eine Pause einlegten, wieder das Schießen anfangen würden", bat Sportleiter Rudolf Grundler junior Fünf Mannschaften beteiligten sich derzeit am laufenden Schießbetrieb. Zur Gratulation an das Luftpistolen-Team bemerkte er: "Ich glaube, es kommt nicht oft vor, dass eine abgestiegene Mannschaft ohne Punktverlust gleich wieder aufsteigt."

Dauerabo auf Meisterschaft


Noch besser könne es die Altersklasse, die auf bestem Wege sei, zum siebten Mal in Folge Meister zu werden. "Erfreuliches" konnte er aus dem Jugendbereich berichten, nachdem mit Brigitte Krämer "endlich wieder" eine Jugendbetreuerin gefunden sei. "Da sich der Trainingsfleiß gebessert hat, ist es für mich keine Überraschung, dass die Jugendmannschaft in der Gruppe B klar auf Platz 1 liegt."

Ein Hinweis galt dem Leistungsnadel-Schießen, welches heuer starte und dann jährlich geplant sei. Abschließend bat Grundler junior alle Mitglieder: "Heuer sind wir Ausrichter der Marktmeisterschaft. Da würde ich mir wünschen, den größten Teil der Starter zu stellen."

Blechaposteln statt EisheiligeAm Ende der Versammlung informierte der wiedergewählte Vereinschef Rudolf Grundler senior über die Entscheidung des Vorstands, das Vereinsfest am Pfingstsonntag abzusagen: "An diesem Wochenende sind die 'Eisheiligen' aktiv und die Wahrscheinlichkeit ist doch eher gering, dass sie es gut mit uns meinen." Als Ersatz einigten sich die Mitglieder, auf einen "Bayerisch-Böhmischen-Abend" am Samstag, 28. Mai, mit den "Oberpfälzer Blechaposteln". Diese Veranstaltung findet um 20 Uhr im Schützenhaus "Am Bühl" statt. Eine Neuauflage der Schlagernacht "mit einigen kleinen Verbesserungen" geht am Samstag, 1. Oktober, über die Bühne. (fjo)


NeuwahlenNach den Neuwahlen leiten nun Rudolf Grundler senior als erster, Ludwig Nossek als zweiter und Willi Helgert als dritter Schützenmeister die Vereinsgeschicke. Darüber hinaus wählten die Mitglieder Max Meixensperger (Schriftführer), Franz Kaas (Hauptkassier), Martina Grundler (Unterkassiererin), Rudolf Grundler junior (Sportleiter und Fahnenjunker), Brigitte Krämer (Jugendleiterin), Franz Strehl (Waffen- und Gerätewart), Michael Olbrich und Ludwig Janisch (Kassenprüfer). Im Vereinsausschuss arbeiten Inge Meckl, Elfriede Helgert, Helmut Krämer, Stefan Nitsch und Ramona Bauer mit. (fjo)
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