Waidhauser Jugger holen sich Titel bei der Bayerischen
Ab zur Deutschen Meisterschaft

Bürgermeisterin Margit Kirzinger gratulierte Franziska Gilch, Andreas Käs und Conny Hanauer (von links) zum Gewinn der 16. bayerischen Jugger-Meisterschaft. Bild: fjo
Sport
Waidhaus
27.07.2016
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Ein Ausrufezeichen setzte die TSV-Abteilung Jugger am Wochenende bei der Ausrichtung der 16. bayerischen Meisterschaft. Die eigenen Mitglieder holten sich in einer Mannschaft mit Aktiven aus Hamburg und Heidelberg den Titel.

Nun geht ein hoffnungsvoller Blick in Richtung Deutsche Meisterschaft am Samstag und Sonntag, 3. und 4. September. Nicht ohne Grund, denn Waidhaus richtet auch diese Veranstaltung aus.

Spannende Turniere lieferten sich 17 Mannschaften aus Süddeutschland, und damit über Bayern hinaus. Abteilungsleiter Andreas Käs aus Waldthurn hatte die eigenen Spieler mit Trainingsleiter Hubert Grötsch junior und unter Mithilfe von Conny Pfaff durch viele Übungseinheiten, die während des Winterhalbjahrs im Gymnastikraum der Grundschule liefen, bestens vorbereitet. Bei den Partien, die sich am ehesten als eine Mischung aus American-Football und Schaukämpfen beschreiben lassen, gaben die Waidhauser eine tolle Visitenkarte ab.

Fünf Spieler


Interessiert verfolgten die Zuschauer das Treiben auf dem TSV-Areal, bei dem jeweils zwei Mannschaften aus je fünf Feldspieler versuchten, den Jugg (Spielball aus Schaumstoff) in der Mitte des Spielfeldes zu erobern und ins Platzierfeld der gegnerischen Mannschaft zu stecken. Vier der fünf Akteure waren mit sogenannten Pompfen ausgestattet, den Spielgeräten des Jugger. Wurde ein Spieler von einer Pompfe getroffen, durfte er eine Zeitlang nicht ins Spielgeschehen eingreifen. Der fünfte Spieler (Läufer) hatte keine Pompfe. Er war der Einzige, der den Jugg in die Hand nehmen durfte. Seine Aufgabe war, den Jugg - geschützt durch seine Mitspieler - zu platzieren und damit zu punkten.

Mit zwei eigenen und einer Gemeinschaftsmannschaft gingen die Waidhauser an den Start. Mammadou Balde, der aus dem afrikanischen Guinea stammt, brachte zusätzlich internationales Flair ins heimische Team. Auf fünf Spielfelder verteilt liefen die Gruppenspiele. Das Turnier wurde nicht nach dem Schweizer System gespielt, um allen Teams und Zuschauern möglichst viele Spiele zu bescheren. Nach zwei kräftigen Regenschauern hatte sich das aufgeweichte Fußballfeld schnell in ein Schlammfeld verwandelt.

60 Teams im Starterfeld


Die Gastmannschaften übernachteten in Zelten und Campingbussen, weshalb sich das TSV-Areal ab Freitag in eine bunte Zeltstadt verwandelt hatte. Für die Bewirtung von Mannschaften und Zuschauern war der TSV um Vorsitzenden Manfred Schneider zuständig. Für dieses Mitmachen und die Nutzungsmöglichkeit dankte Bürgermeisterin Margit Kirzinger. Zur deutschen Meisterschaft in September werden 60 Mannschaften und 400 Teilnehmer aus Mitteleuropa erwartet. Der Autobahnanschluss war für den Zuschlag ein wichtiges Kriterium.

Schlusstabelle1. "Silberhorde Hamburg, Heidelberg, Waidhaus", 2. "Hobbiz" Heidelberg, 3. "Vereinigung" Liebenscheid, 4. "Orange Juggernauts" Nürnberg, 5. "Jugger Helden" Bamberg, 6. "Munich Monks" München, 7. "Flossenhauer" Freiburg, 8. "Jugger Schurken" Bamberg, 9. "Pink Pain" Darmstadt, 10. "Drachenblut" Waidhaus und 11. "Affen mit Waffen" Sulzbach-Rosenberg. (fjo)
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