120 Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammen
Viertelmillion Euro Schaden nach Dachstuhlbrand

Die Feuerwehr Vohenstrauß war mit ihrer Drehleiter ausgerückt, um den Dachstuhlbrand am ehemaligen Gasthaus "Zum Türken" in Waidhaus unter Kontrolle zu bringen. Bilder: rti
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Waidhaus
17.02.2016
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"Wir sind laut schreiend ins Haus: 'Alle raus hier.' Das war wie im Film", beschreibt ein Waidhauser die Geschehnisse vom Dienstagabend. Er ist gerade auf dem Heimweg, als er den offenen Dachstuhlbrand am ehemaligen Gasthaus "Zum Türken" sieht.

Der Waidhauser stoppt sein Auto und rennt zum Unglücksort. Dort stehen schon zwei andere Bürger. Gemeinsam informieren sie drei Bewohner, darunter eine Frau mit ihrem Baby, dass es brennt. Als sie wieder aus dem Gebäude kommen, fahren schon die ersten Feuerwehrfahrzeuge vor. Die Einsatzkräfte bringen den Brand schnell unter Kontrolle.

Brandfahnder ermitteln


Wobei der Schaden enorm ist. Albert Brück, Pressesprecher am Polizeipräsidium Oberpfalz, nennt als erste Schätzung rund 250 000 Euro. Auf eine vorsätzliche Brandstiftung gebe es keine Hinweise. Möglicherweise sei die Ursache ein technischer Defekt. Aber auch fahrlässige Brandstiftung sei nicht ausgeschlossen. Die Brandfahnder der Kripo Weiden hätten ihre Arbeit aufgenommen.

Kräftig gefordert war die Feuerwehr Waidhaus. Sie hielt mit acht Einsatzkräften bis vier Uhr früh Brandwache. "Dann sind wir abgezogen, denn in der Nacht hat es keine Vorkommnisse mehr gegeben", berichtet Kommandant Markus Schwarz. "Aus meiner Sicht ist alles relativ gut verlaufen", analysiert er den Einsatz. Die Feuerwehren hätten die Wasserversorgung sehr schnell aufgebaut. "Das Zusammenspiel der Wehren hat gut geklappt", lobt er. Erfreulich sei auch, dass sich keiner verletzt habe. Besonders gefährdet seien die 18 Atemschutzträger gewesen, die im Inneren gegen den Brand vorgingen.

120 Feuerwehrleute aktiv


Laut Auskunft der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz waren rund 120 Feuerwehrleute mit 19 Fahrzeugen und 7 Retter des Roten Kreuzes mit 5 Wagen vor Ort. Die Alarmzeit um kurz nach 17 Uhr bezeichnet Schwarz als "relativ günstig, da schon einige Kameraden von der Arbeit zu Hause waren".

Neben dem Feuer, das auf dem Dachboden gewütet hat, hat das Löschwasser enormen Schaden angerichtet. "Das ist auch in den ersten Stock und ins Erdgeschoss durch", erläutert der Kommandant. Daher könnten die vier Wohnungen momentan nicht mehr genutzt werden. Laut Bürgermeisterin Margit Kirzinger sei aber für die Mieter und den Hausbesitzer gut gesorgt.

Ausdrücklich lobt die Rathauschefin den Einsatz der Rettungskräfte. In die gleiche Kerbe schlägt der Leiter der Polizeiinspektion Vohenstrauß, Erster Hauptkommissar Martin Zehent: "Ich habe mit dem Brandleider geredet. Er sagt, dass die Feuerwehr super Arbeit geleistet hat."

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Weitere Bilder im Internet:

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