13 Jugendliche stellen sich ein Wochenende diversen Feuerwehr-Übungen
Verkehrsunfall und Brandeinsatz

Jugendwart Dominik Zintl (Mitte) leitete das Einsatz-Wochenende für den Feuerwehrnachwuchs, bei dem ein Vertrautmachen mit der Schutzkleidung Voraussetzung war. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
10.08.2016
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Einem Ferienprogramm-Beitrag ganz besonderer Art stellten sich 13 Jugendliche bei der Feuerwehr. Ein ganzes Wochenende lang verbrachte der Nachwuchs gemeinsam, um sich unterschiedlichsten Aufgaben und Anforderungen zu stellen.

Für die mit fiktiven Einsätzen und Übungen behafteten Stunden hatten die vier Jugendwarte Dominik Zintl, Michael Wüst, Christine Hölzel und Wolfgang Müller einen straffen Zeitplan zusammengestellt. Jeden Tag erhielt ein anderer Gruppenführer die Hoheit, war andererseits aber auch für die Meldungen an die Leitstelle verantwortlich. Da alle drei Feuerwehrautos zur Verfügung standen, entschied zudem jeweils das Los, welche Gruppe für welches Fahrzeug eingeteilt wurde.

Zusammenhalt stärken


Alle drei Bürgermeister verschafften sich von dem außergewöhnlichen Spektakel selbst ein Bild. In der Hoffnung, dass sich die drei weiblichen Teilnehmerinnen nicht der Übermacht der "Männerwelt" beugen müssten, zeigte sich Rathauschefin Margit Kirzinger zuversichtlich: "Der umfangreiche Aufgabenplan zeigt, dass alle Teilnehmer gleichbehandelt werden." Mit einer finanziellen Spritze aus der Gemeindekasse unterstützte sie das Ganze Ihr Stellvertreter Markus Bauriedl wünschte allen Teilnehmern und Betreuern "ein spannendes Wochenende" und dritter Bürgermeister Johannes Zeug zeigte keinerlei Bedenken: "Das Ganze werdet Ihr sicherlich meistern. So ein Kurs stärkt den Zusammenhalt."

Kaum hatte er ausgesprochen, schon ging die erste Alarmierung im Feuerwehrhaus ein. Die Beseitigung einer Ölspur führte alle in Richtung Drahtwerk. Nach der Rückkehr wartete ein gemeinsames Essen auf die fleißige Schar, das ganz bewusst in ein gemütliches Beisammensein überging.

Denn mitten hinein in die beste Unterhaltung kam der nächste Notruf: Eine vermisste Person wurde gemeldet und die Feuerwehr um Mithilfe bei der Suche gebeten. Erst in der Stunde vor Mitternacht war das Vorhaben von Erfolg gekrönt. Dennoch erwartete die Jugendlichen nach der Rückkehr noch eine umfangreiche Einsatznachbesprechung.

Lautes Sirenengeheul


Einige Stunden Schlaf waren dann doch gegönnt, jedoch schreckte am frühen Morgen lautes Sirenengeheul die ganze Meute auf. Ein Brandeinsatz forderte beim Anziehen und Ausrücken vor allem Eile. Wenigstens wartete nach getaner Arbeit bereits ein Frühstücksbüfett, auch wenn bekannt war, dass anschließend alle Schläuche zum Reinigen anstanden und auch noch zum Trocknen aufgehängt werden mussten.

Plötzlich kam die Meldung zu einem Verkehrsunfall im Waidhauser Gemeindegebiet ins Feuerwehrhaus. So ging das Ganze in unregelmäßigem Rhythmus fort, wobei sich viele Helfer aus Reihen der Feuerwehr als "Betroffene" in den Dienst der guten Sache stellten. Kommandant Markus Schwarz stand zudem die meiste Zeit für Fragen zur Verfügung.

Bei den verschiedenen Übungen fehlte selbst eine verschüttete Person nicht. Obwohl das ganz Wochenende für die jungen Leute draufging, wollte keiner der Teilnehmer sein Dabeisein und die gewonnenen neuen Erfahrungen am Ende missen.
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