90. Geburtstag von Heinrich Bauer
Rüstig und guter Dinge

Sohn Rudolf (vorne, links) war aus München und Tochter Bettina (vorne, rechts) aus Straubing gekommen, um den 90. Geburtstag ihres Vaters Heinrich Bauer (vorne, Mitte) zu feiern. Auch Vertreter vieler Vereine und Bürgermeisterin Margit Kirzinger (links) wünschten alles Gute. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
09.02.2016
115
0

Heinrich Bauer ist ein Urgestein der Waidhauser Sozialdemokratie. Zum 90. Geburtstag wünschten ihm viele Gratulanten alles Gute.

Von 1972 bis 1984 gehörte der Jubilar dem Marktgemeinderat in der SPD-Fraktion an, als Karl Bauer und Gustl Reichenberger Bürgermeister waren. "Du hast in dieser Zeit deine Spuren hinterlassen und warst eine wichtige Person, die viel in Waidhaus mit geprägt hat", bestätigte Bürgermeisterin Margit Kirzinger bei der Feier am Freitag. "Es freut mich, dass ich dir zum 90. Geburtstag gratulieren kann und hier sein darf."

Rüstig und guter Dinge


Seit 50 Jahren ist Bauer SPD-Mitglied, 25 Jahre war er Hauptkassier. Stellvertretende Landrätin Kirzinger und Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch sahen in Bauer ihren "Ziehvater und Weichensteller" für die eigene politische Karriere. Beide ließen es sich nicht nehmen und nutzten den runden Geburtstag zu einem ausgiebigen Besuch des Ehrenmitglieds in der Vohenstraußer Pflegeeinrichtung "Sanita Cura". Dorthin hatte er auf eigenen Wunsch im Juli wegen einer Erkrankung den Wohnsitz verlegt.

Rüstig und guter Dinge versorgte er bis dahin seit 2009, als Ehefrau Agnes starb, den Garten und das Haus in der Au trotz des hohen Alters noch selbstständig. Mit Unterstützung von Tochter Bettina und Sohn Rudolf bewirtete er die große Gratulantenschar.

Kirzinger übermittelte zusätzlich Glückwünsche im Namen von AWO-Vorsitzender Melanie Kellner. Jahrelang war Bauer an der Spitze der Ortsgruppe gestanden. Vom TSV Waidhaus gratulierten Vorsitzender Manfred Schneider und Kassier Franz Kaas, was Schriftführerin Gerlinde König in Vertretung für Vorsitzenden Detlef König für den OWV übernahm. Für die Marktgemeinde Waidhaus überreichte Kirzinger Waidhauser Pralinen und eine Ehrenurkunde.

Zum Lebenslauf des Jubilars zählte bis 1947 unter dem Kommando der Alliierten die Tätigkeit als Koch eines Mienenräumboots in Ost- und Nordsee. Bei seiner Entlassung bestätigte ihm der englische Kommandeur zwar: "Dieser Mann ist ein guter Koch und kann in den Staatsdienst eingestellt werden." Dennoch kam es nicht dazu, vielmehr ging es in den Bergbau nach Zechen an der holländischen Grenze. Dort lernte er Ehefrau Agnes kennen. Geheiratet wurde 1951 in Übach-Palenberg. Eine typische Bergmannskrankheit zwang ihn nicht nur zur Berufsaufgabe, der Betriebsarzt riet auch zum Umzug in eine "waldreiche Gegend".

Rückkehr vor 55 Jahren


Damals wusste der Oberpfälzer schnell Rat und erinnerte sich an sein Waidhaus. Lebte die um Tochter Bettina und Sohn Rudolf gewachsene Familie bislang auf der einen Seite Deutschlands, so folgte vor 55 Jahren die Rückkehr in den eigenen Geburtsort an die östliche Staatsgrenze. Hier kam auch Enkel David zur Welt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.