Auflösung droht
Für den Krieger- und Soldatenverein wird es eng

Vermischtes
Waidhaus
22.02.2016
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Jetzt wird es ganz eng für den Krieger- und Soldatenverein. Am sprichwörtlich seidenen Faden hängt in den nächsten sechs Wochen die Zukunft der Schießsportgruppe.

In einer prekären Situation befindet sich die Gemeinschaft nun akkurat im Jahr nach ihrem glanzvollen Jubiläum zum 130-jährigen Bestehen. Die Existenz der fleißigen wie erfolgreichen Schießsportgruppe steht auf dem Spiel.

Nach dem Rücktritt von Schießsportleiter Andreas Federl zum Anfang des Jahres führte Kreisschießwart Josef Schreml aus Pleystein bislang die Gemeinschaft kommissarisch. Bei der angedachten Nachwahl am Freitagabend im Vereinslokal "Marktplatzstüberl" richtete er deshalb eindringliche Worte an die Waidhauser: "Wenn sich kein Nachfolger findet, muss ich eine Meldung ans Landratsamt erstatten, was das sofortige Aus für die Schießsportgruppe bedeutet."

Große Verantwortung


Für dieses energische Handeln gibt es einen entscheidenden Grund. Der Sport mit scharfen Waffen bewegt sich in sehr engen rechtlichen Grenzen. Alle in der Gruppe vereinten Waffenträger müssten im Nachgang zur Auflösung unverzüglich in andere Vereine wechseln oder ihre Waffen einziehen lassen.

Warum sich die Suche für einen Nachfolger Federls so schwierig gestaltet, kam bei der Zusammenkunft deutlich zum Ausdruck. Als leitende Person hat der Schießsportwart eine gehörige Portion Verantwortung zu tragen und darüber hinaus alle Übungs- und Wettbewerbseinsätze der Waffen akribisch zu dokumentieren. Die Regelungen sehen mittlerweile ein Protokoll mittels EDV vor, was am Freitagabend die Kandidaten am meisten abzuschrecken schien. Noch dazu kommen lediglich drei Mitglieder für die Nachfolge in Betracht. Denn über einen Waffenschein hinaus müssen weitere Qualifikationen wie Schießleiterschein und Waffensachkundeprüfung vorhanden sein. Außer Federls Stellvertreter Peter Sollfrank besitzen lediglich Bruno Hinz und Heiner Hierold diese Nachweise.

Auch nach über einer Stunde guten Zuredens durch die Mitglieder sowie des Kreisschießwartes und Vorsitzenden Franz Planner erklärte sich keiner aus diesem Trio bereit, in die Stapfen Federls zu treten.

Wieder Denkmalfest


Trotz der fortgeschrittenen Zeit hatte die Versammlung noch eine üppige Tagesordnung zu bewältigen. Anna Gottinger stand mit ihrem Bericht als Schriftführerin am Anfang. In seinem Bericht ging Vorsitzender Planner nochmals auf den Rücktritt seines Stellvertreters Stephan Mathy zum Jahreswechsel ein. Auch für ihn sei noch kein Ersatz gefunden. Er selbst kündigte seinen Rücktritt als Vereinschef in der Jahreshauptversammlung im Januar 2017 an und legte dazu ergänzend eine schriftliche Stellungnahme vor.

Aktuelle Infos aus der Sitzung der Vereinsgemeinschaft schlossen sich an. Hierzu zählten die Vorbereitungen zum Aufstellen des Maibaums und die für Anfang April geplante Entrümpelungsaktion des VG-Containers. Ein Bericht vom Neujahrsempfang der Kompanie 122 folgte. Für 5. Mai fasst der Verein eine Neuauflage seines Denkmalfestes ins Auge. Als Ersatztermin verständigte sich die Versammlung auf Muttertag, 8. Mai.
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