Barrierefreiheit in Waidhaus
„Vorbild für andere Gemeinden“

Bürgermeisterin Margit Kirzinger teste mit dem Rollator beim Rundgang mit den Vertretern des VdK und den Markträtin die Gehwege entlang der Hauptstraße auf ihre Eignung bei der Benutzung des Hilfsmittels. Bild: bey
Vermischtes
Waidhaus
21.10.2016
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Seit wann braucht Bürgermeisterin Margit Kirzinger einen Rollator? Diese Frage stellte sich am Donnerstag mancher Waidhauser Bürger beim Anblick der Rathauschefin.

Die Antwort: In einem Selbstversuch testete Kirzinger in Begleitung der Vertreter des VdK Neustadt/Weiden und mehrerer Markträte die Gehsteige entlang der Hauptstraße auf ihre Tauglichkeit bei der Benutzung einer solchen Gehhilfe. Das Ergebnis war eindeutig: Dank der großflächigen Pflasterung gibt es keine Probleme.

Die Bürgermeisterin, VdK-Kreisvorsitzender Josef Rewitzer, Geschäftsführer Sigmund Bergmann, Ortschef Helmut Federl, Seniorenbeauftragte Irmgard Botha sowie die Markträte Ludwig Janisch (UWG) und Ewald Zetzl (CSU) besprachen zunächst im Rathaus das Thema Barrierefreiheit. In der Eingangshalle betonte Rewitzer, dass der Einsatz für Menschen mit Behinderung auf Dauer angelegt sein sollte.

Aufzug für Rathaus


Kirzinger kündigte an, durch eine Fachfirma prüfen zu lassen, ob der Einbau eines Treppenaufzugs technisch machbar ist. Dies habe die SPD-Fraktion beantragt. Im ersten Stockwerk finden regelmäßig Veranstaltungen statt, so dass diese Hilfseinrichtung notwendig sei.

Beim Rundgang durch die Hauptstraße zeigte sich, dass die Gehsteige schon behindertengerecht gestaltet wurden. Die Rathauschefin kündigte an, auch die Verkehrsampel technisch aufzurüsten, damit blinde oder in der Sehstärke erheblich einschränkte Bürger diese gefahrlos benutzen können.

Beim abschließenden Gespräch nannte Zetzl die bisherigen Maßnahmen des Markts für Barrierefreiheit ein "Vorbild für andere Gemeinden". Botha erkannte bei Ausstellungen im Rathaus ein Problem für Behinderte daran teilzunehmen. Federl lobte die Einsatz von Kirzinger und den Markträten für Barrierefreiheit. Das bisher Erreichte sei vorbildlich. Allerdings erkannte er auch Defizite bei den örtlichen Geldinstituten. Rewitzer nannte die Barrierefreiheit ein aus den Artikeln 1 und 3 des Grundgesetzes abgeleitetes Grundrecht. Waidhaus gehe mit gutem Beispiel voran. Die Gemeindechefin hob hervor, dass bereits in der Vergangenheit viel im Sinne der Barrierefreiheit geschehen sei. Dennoch sei die Kommune weiterhin offen für konstruktive Kritik.

Gehwege nicht zuparken


Erfreulich sei, dass es im Marktrat nie zu Kontroversen beim Thema Barrierefreiheit komme. An die Bevölkerung richtet Kirzinger die Bitte, die Gehwege nicht als Parkplatz für Kraftfahrzeuge zu nutzen.
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