Bürgerversammlung zum Thema "Alte Mitte - neu belebt"
Marktplatz nicht „totpflastern“

Architekt Urban Meiller, Bürgermeisterin Margit Kirzinger, Kerstin Wilka-Dierl, Reinhard Mathy, Karl Schmid und Bauhofleiter Johannes Grötsch (von links) informierten die Waidhauser in der Bürgerversammlung. Bild: fjo
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Waidhaus
14.04.2016
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"Alte Mitte - neu belebt" lautete das Motto zum Beginn der Bürgerversammlung in Waidhaus. Die Neugestaltung des Marktplatzes war am Montagabend ein zentrales Thema.

Bürgermeisterin Margit Kirzinger überließ eingangs das Feld dem planenden Architekten Urban Meiller, der den Bürgern Rede und Antwort stand. Er verkündete viele neue Details. "Das ist keine einfache Sache, wie etwa nur ein Straßenumbau." Weit über den Markplatz hinaus erstreckt sich die Maßnahme bis zum Kreuzbergring und das Schreinerbergl. Der Gehweg in der Türkenstraße kann zusätzlich in gesägtem Pflaster ausgeführt werden. Alle Verbesserungen bringen eine Barrierefreiheit für Rollatoren oder Kinderwagen mit sich.

20 Parkplätze inklusive den Stellflächen für Ausweisinhaber können untergebracht werden. Das neue Multifunktionsgebäude mit öffentlicher Sanitäreinlage wird in der Baulinie zur Häuserzeile der Leonhard-Gollwitzer-Straße errichtet. "Mit einem Flachdach und angedachter Begrünung", ergänzte die Bürgermeisterin. Ein unterirdischer Löschwasserbehälter ist ein weiterer Bestandteil in diesem überbauten Bereich.

"Damit der Marktplatz nicht nur totgepflastert und eine Steinwüste wird", sieht die Planung ein Unterteilen in zwei Bereiche vor: Einmal befestigt und zum anderen eine weitläufige Grünfläche. Dafür gebe es einen entscheidenden Grund: "Der Platz muss viel können, eigentlich alles." Für den Fahrradstellplatz darf eine E-Bike-Ladestation nicht fehlen, Fahnenmasten und Wasserfontänen sind weitere Ausstattungsmerkmale.

Baubeginn im Herbst


Zu den bisher 600 Quadratmetern der Fläche für das Kriegermahnmal wollte Pfarrer Georg Hartl erfahren, wie viel davon übrigbleibt. "Viel mehr als bisher, sozusagen eine ganze Wiese", antwortete Meiler zuversichtlich. Noch im Herbst soll Baubeginn sein, informierte die Rathauschefin auf Nachfrage von Detlef König.

"Als große Augenwischerei" bezeichnete Alois Hettler die Bürgerabstimmung zur Zukunft des Kriegermahnmals. "Negatives ist bei uns nicht wirklich angekommen", antwortete Kirzinger. Einen Dank für die "ganz tolle Zusammenarbeit und das Einbringen so vieler guter Ideen" richtete sie an das Architekturbüro.

Sieben Bauplätze verkauft


Der sich abschwächende Einwohnerrückgang von 2352 Bürgern im Jahr 2011 über 2245 (2012) und 2224 (2013) zeige sich durch die aktuelle Zahl von 2218 Personen. Die sieben im Zuge der Ein-Euro-Aktion verkauften Bauplätze im Neubaugebiet "Im Kiesbeet" führte sie als ein weiteres Stück auf dem richtigen Weg an. "Mehrere Leerstände im Sanierungsgebiet konnten in den letzten Monaten verkauft werden", freute sich Kirzinger hinsichtlich der Städtebauförderung.

Für private Maßnahmen stünden 150 000 Euro im Haushalt zur Verfügung und weitere 75 000 Euro durch das Fassadenprogramm. Obwohl Waidhaus so viel vorhabe heuer, wäre aufgrund der Rücklagen zudem keine Schuldenaufnahme notwendig. Als "beeindruckende Summe" umschrieb sie das Haushaltsvolumen in Höhe von über 8,5 Millionen Euro.

Über den Breitbandausbau und die beiden Leaderprojekte streifte die Bürgermeisterin die Filteranlage der Freizeitanlage "Bäckeröd" mit einem Haushaltsansatz von 225 000 Euro. Die Erweiterung des Baugebiets in Pfrentsch bildete die Überleitung zur Sanierung der Trinkwasserquellen. Für die Schachtsanierung der Leutnantquelle sind im aktuellen Haushalt 50 000 Euro eingeplant.

Dank an Helfer


Mit einem Dank an Andrea Grötsch und ihre Helferschar leitete die Rathauschefin zur Situation der Flüchtlinge in Waidhaus über. "Es ist ein gutes Miteinander - es passt." Eine Wiederholung des Frühlingsmarkts kündigte sie für Sonntag, 8. Mai, an. Die Sauberkeit im Ort sei für sie noch nicht zufriedenstellend, hier werde sie "mit dem Marktrat verstärkt dranbleiben".
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