Deutsche Meisterschaft am Wochenende
Jugger-Mekka

Jugger ist eine Teamsportart. Es spielen zwei Mannschaften mit je fünf Spielern gegeneinander, die versuchen den "Jugg" als Spielball auf der gegnerischen Hälfte zu platzieren. Archivbild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
29.08.2016
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Der TSV Waidhaus ist Ausrichter einer deutschen Meisterschaft. Am Wochenende pilgern Teilnehmer von 64 Mannschaften zu den nationalen Jugger-Titelkämpfen an die Grenze. Die Teams kommen aus der ganzen Welt.

Ein internationales Turnier verspricht die 19. deutsche Jugger-Meisterschaft zu werden. Allein 16 Spielfelder mussten die Organisatoren des örtlichen Juggervereins "Drachenblut" für die Durchführung quasi aus dem Boden stampfen. Weit über 1000 Aktive werden am Wochenende 3. und 4. September zum Mitspielen erwartet. Anmeldungen gibt es nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus Spanien, Irland, Rumänien und aus Australien. Die Gastmannschaften übernachten unter anderem in Zelten und Campingbussen, weshalb sich das gesamte TSV-Areal mit der Anreise der Mannschaften bereits ab Freitag zusätzlich in eine bunte Campinglandschaft verwandeln dürfte.

In acht Gruppen laufen die Vorspiele der 64 Mannschaften ab Samstag, 9.30 Uhr, parallel bis gegen 20 Uhr. Spannender wird der Wettkampf am Sonntag ab 9 Uhr, wenn die Gewinner in den Finals ermittelt werden. An beiden Tagen herrscht auf dem gesamten Gelände freier Eintritt. Ein Wechsel von einem Spielort zum anderen ist auch während der Wettkämpfe problemlos möglich.

Seit 2000 frönen Jugendliche und junge Erwachsene in der Grenzregion dem außergewöhnlichen und besonders für Zuschauer interessanten Sport "Jugger". Nach der Einbindung in den TSV als eigene Abteilung darf sich die Gemeinschaft auf große Unterstützung freuen. Für die Bewirtung von Mannschaften und Zuschauern ist der Hauptverein um Vorsitzenden Manfred Schneider zuständig: "Wir unterstützen unsere jüngste Abteilung tatkräftig und helfen mit vereinten Kräften zusammen." Das Vorbereitungsteam arbeitet seit Wochen eifrig. Rund 30 Mitglieder scharren sich um Abteilungsleiter Andreas Käs aus Waldthurn. Trainingsleiter Hubert Grötsch junior leitet unter Mithilfe von Conny Pfaff die Übungseinheiten.

Aus Mangel an Veranstaltern erfuhren die Waidhauser erst im Frühjahr kurzfristig vom Zuschlag für die deutsche Meisterschaft. "Wir sind wie die Jungfrau zum Kind gekommen, da sich niemand fand, der das Turnier ausrichten wollte. Auch wir hatten uns nur auf den letzten Drücker bereit erklärt, diese Meisterschaft zu organisieren", sagte Käs.

Nun sei die ganze Abteilung richtig überrascht, nachdem sich so viele internationale Mannschaften angemeldet hatten. Das Ereignis sei für den ganzen Ort ein Höhepunkt. Die Erinnerung gehen zurück ins Jahr 2011, als der Verein die deutsche Meisterschaft erstmals nach Waidhaus geholt hatte.
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