Einige Maßnahmen in Hagendorf geplant
Weiher bleibt bis zum Winter

Dorfweiher, Löschteich und Spielplatz (rechts, von oben) sollen eine Gesamtmaßnahme in Hagendorf werden. Dem ehemaligen Schulhaus (Bildmitte) steht eine umfangreiche Dachsanierung bevor, informierte Bürgermeisterin Margit Kirzinger in der Dorfversammlung. Bild: fjo
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Waidhaus
16.03.2016
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Für die ausstehende Sanierung des Dorfweihers gibt es einen einfachen Grund: "Wir wollten das Wasser nicht einfach ablassen und dann wieder füllen", erklärte Bürgermeisterin Margit Kirzinger am Montagabend im Dorfwirtshaus. "Das wird eine größere Aktion."

Hagendorf. Nicht von ungefähr war Diplom-Biologin Mathilde Müllner von der Unteren Naturschutzbehörde vor Ort, ebenso Experten des Weidener Wasserwirtschaftsamts. Die Marktgemeinde darf auf Zuschüsse hoffen und beabsichtigt eine Umgestaltung des Umgriffs. "Wir wollen schon alles Notwendige in diese Maßnahme packen."

Als Beispiel nannte die Bürgermeisterin die Umzäunung und den Spielplatz. Im aktuellen Haushalt sind für die Planung 10 000 Euro bereitgestellt, welche Mitte bis Ende des Jahres auf den Weg gebracht würde. Noch suche man ein geeignetes Planungsbüro. Das weitere Vorgehen hänge dann von den Ergebnissen ab. Mit dem Ablassen des Dorfweihers könnte die Bevölkerung jedoch bis zum Winter hin rechnen.

Die stellvertretende Geschäftsleiterin Kerstin Wilka-Dierl rechnete mit 40 bis 70 Prozent Fördermitteln aus dem Naturparkfonds. Zur Vorstellung der Planung kündigte Kirzinger eine weitere Dorfversammlung an: "Aber heuer bleibt der Weiher noch so und wird so weiterbetrieben."

Spielplatz klar begrenzen


Zum angrenzenden Spielplatz teilte sie mit, dass die bislang flexiblen Tore versetzt und fest verankert wurden: "Damit nichts passieren kann." Christian Forster bat um eine zaunbauliche oder pflanzliche Trennung zwischen Spielplatz und den angrenzenden Teichen. Dies werde mit ins Projekt aufgenommen, sicherte Kirzinger zu. Zu den Bedenken von Armin Theiß zwecks dem Erhalt der Wasserflora und -fauna im Dorfweiher meldete sich Ex-Storchenwart Rudi Theiß, der bereits vom behutsamen Umsetzen durch Fachleute des Fischereivereins wusste, wenn es einmal so weit ist.

Für Heiterkeit sorgte die Aussage der Bürgermeisterin zum digitalen Breitbandausbau, nachdem zur Internetfähigkeit des Ortsteils eher die Bezeichnung "lahme Ente" als das Wort Geschwindigkeit verwendet werden sollte. Ziel sei das Erreichen von mindestens 30 Megabit, wobei der aktuelle Sachstand sich mit dem Nachbarort Reinhardsrieth decke.

Reinhard Mathy ergänzte als Breitbandpate der Kommune, dass die Anbindung der Glasfaserleitung von Spielhof kommend geplant sei. In die bestehenden Telefonverteilerkästen würde die erforderliche Technik eingebaut, wobei die genauen Detailplanungen noch nicht im Rathaus vorgestellt worden seien. Für 6. April wäre eine Besprechung mit den umliegenden Gemeinden und der planenden Firma Corvese angesetzt, um auszuloten, was mit den zur Verfügung stehenden Restmitteln noch sinnvoll und machbar sei, ergänzte die Bürgermeisterin.

Förderung abwarten


Zur Sanierung des ehemaligen Schulhauses erwähnte sie die in den letzten zwei Jahren erledigten Maßnahmen; etwa den Austausch aller Fenster oder des Bodenbelags im großen Saal. Noch anstehen würde vor allem das gesamte Dachgeschoss, welches der Bauausschuss bereits besichtigte. Hierbei gelte es nun, abzuwarten, welche Förderprogramme aufgelegt werden. Andererseits blieben dadurch Projekte auf der Warteliste, weil die geförderten Maßnahmen im Zentrum stünden.

Von einem Vorgespräch mit dem Amt für ländliche Entwicklung konnte die Rathauschefin dennoch informieren. Mehr als zwei Maßnahmen (Pfrentsch und Reichenau) seien derzeit nicht möglich. Für das damit verbundene Abwarten bat sie die Hagendorfer um Verständnis: "Es wäre schade, wenn wir die Förderung nicht abwarten würden. Das ist schon ein Geld, was wir hier in die Hand nehmen müssen." Als Projekt sei das Entstehen eines Ortstreffpunkts angedacht: "Wir bleiben auf jeden Fall mit wachsamen Auge dahinter."

Die Bürgermeisterin griff das Ausbleiben der Blumenwiese vor dem Dorfwirtshaus auf: "Jetzt sind wir so richtig fachmännisch vorgegangen, haben uns viel beraten lassen und sogar auf der Fachmesse 'Gala-Bau' erkundigt, den entsprechenden Humus beschafft. Und dann das. Wir können uns nicht erklären, warum es nichts geworden ist. Das war fast eine Schande." Sie kündigte einen weiteren Versuch an: "So können wir es nicht lassen. Wir hatten es gut gemeint."

Weitere Temposys-Geräte


Zum angebrachten Temposys-Gerät aus Richtung Miesbrunn habe es nur positive Rückmeldungen gegeben: "Das bringt schon etwas." Forster regte an, das Gerät auch am anderen Ortsende anzubringen. Kirzinger meinte, dass der Einsatz von weiteren Geräte geplant sei. Josef Glaser bat um einen Verkehrsspiegel an der Einmündung der Reinhardsriether Straße bei der Barbarakapelle, was Kirzinger mit einem Hinweis auf das Ortsbild der Dorfmitte ablehnte: "Wir können nicht an jedes Eck einen Spiegel hinstellen."

Zum Problem mit den LED-Lampen verwies Mathy auf ein kaputtes Schaltteil, bei dem es Lieferschwierigkeiten gebe. Zur Frage von Josef Reber nach dem Stand der Planungen für den Ausbau der Kreisstraße Richtung Miesbrunn wusste Kirzinger nur, dass es heuer losgehen solle. Auch die Glocke der Dorfkapelle sprach Reber an, weil die Läutautomatik Probleme mache. Nachdem keine Mittel im Haushalt eingeplant sind, solle dies ein Thema für 2017 sein. "Wir nehmen eure Anregungen alle auf."
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