Engstelle sorgt für Diskussionen
Vorfahrtsregelung bleibt

An der Engstelle der Hagendorfer Straße ändert sich an der Vorfahrtsregelung nichts. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
01.02.2016
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In einem unglaublichen Tempo verbessert die Marktgemeinde die Optik des Straßenraums im Ortskern. Das ist auch bei der Hagendorfer Straße zu sehen. Einzig für die Engstelle an der Einmündung von Brauhausgasse und Marienstraße musste eine Kompromisslösung gefunden werden.

Bereits im Vorfeld der großen Baumaßnahme beschäftigten sich viele Gremien damit, welche Regelung die beste ist. Sogar Fahrversuche mit Lastwagen im Begegnungsverkehr gehörten zu den Prüfungen im Planungsstadium.

Engstelle auf Prüfstand


Die Entscheidung fiel zugunsten des Ankaufs eines Randstreifens im Nachgang der Engstelle, um für den ortseinwärts fahrenden Verkehr einen Warteraum zu schaffen. Entsprechend erfolgte die Beschilderung, wonach den Richtung Hagendorf fahrenden Fahrzeugen die Vorfahrt eingeräumt wird. Nach dem abgeschlossenen Ausbau und Ablauf einer gewissen Gewöhnungsphase kam die Engstelle nun nochmals auf den Prüfstand.

Besonders Markträtin Monika Zeitler-Kals (SPD) und ihr Fraktionssprecher Johannes Zeug hatten um eine Überprüfung der umgesetzten Vorfahrtsregelung in Marktratssitzungen gebeten. Auf Einladung aus dem Rathaus waren Karl Lukas vom Landratsamt und Armin Wildenauer als Beauftragter des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach bei der jüngsten Zusammenkunft dabei, ebenso Alfred Arnold und Bernhard Dobmayer von der Polizeiinspektion Vohenstrauß. Bürgermeisterin Margit Kirzinger, Markträtin Monika-Zeitler Kals, Geschäftsleiter Josef Forster und Bauamtsleiterin Kerstin Wilka-Dierl vervollständigten die Runde.

Immer wieder Konflikte


Für Zeitler-Kals war nicht verständlich, dass die Fahrzeuge Vorfahrt haben, auf deren Seite sich die Engstelle befindet. Dies widerspreche den Verkehrsregelungen und der Praxis. Es komme immer wieder zu Konflikten. Zeug habe ihr sogar von drei Unfällen seit der Verkehrsfreigabe berichtet.

Der Ortstermin war gut gewählt, denn starker Lastwagen-Verkehr erschwerte den Teilnehmern die Diskussion. Wie sich zeigte, wechseln Brummis, die von der Hauptstraße kommen, bereits vor der Engstelle fast ganz auf die linke Fahrbahnseite, damit sie die Straße in ihrem weiteren Verlauf besser einsehen können.

"Da dadurch die Fahrbahn für die aus Richtung Hagendorf kommenden Fahrzeuge blockiert ist, hat man entschieden, dem Verkehr der Richtung Hagendorf fährt, die Vorfahrt einzuräumen", betonten die Befürworter der Regelung. Alle Beteiligten stimmten zu, dass die Ausweichstelle vor allem für Ortsunkundige und schwächere Verkehrsteilnehmer allgemein "schlecht zu erkennen" sei. Diese Feststellung nahmen die Vertreter als Hausaufgabe mit, um an einer Verbesserung in naher Zukunft zu arbeiten.

Die Fachstellen hatten die Beschilderung der Vorfahrt jedoch bereits als ausreichend beurteilt. Die große Mehrheit in der Runde war sich einig, dass mit einer Änderung der Vorfahrt mehr Konfliktsituationen einhergehen würden. "Waidhaus kann nicht alle Verkehrsprobleme mit Schildern und Regelungen lösen", resümierte Bürgermeisterin Kirzinger und verwies auch auf die Parkprobleme. Sie appellierte deshalb vor allem "an die Vernunft und gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer, die hier gefordert ist." Als Ergebnis der Zusammenkunft wurde im Protokoll festgehalten, dass die Fachstellen unisono von einer Änderung abrieten. Auch die Vertreter des Markts waren der Meinung, die Vorfahrtsregelung so zu belassen.
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