Fräsmaschinen im Einsatz
Neue Waidhauser Landstraße

Der künftig wesentlich schnittigere Kurvenradius am östlichen Ende der Waidhauser Landstraße zeichnet sich nach dem Abfräsen der nicht mehr benötigten Asphaltflächen bereits deutlich ab. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
28.09.2016
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Wohl das letzte Mal ändert der alte Grenzübergang bei Waidhaus in diesen Tagen sein Aussehen. Vom einstigen pulsierenden Nadelöhr zwischen Ost und West bleibt nicht mehr viel übrig.

Die Maßnahme des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach ist weit gediehen und soll noch heuer fertig werden. Die künftige Fahrbahn entsteht aus der ehemals weiträumigen Asphaltfläche. Während durch Fräs- und Abtragungsarbeiten die Befestigung verschwindet, bleibt entlang der gewünschten Strecke der bisherige Belag unangetastet.

Weg von Gebäuden


Die Trasse rückt weit weg von noch erhaltenen Gebäuden. Möglich werde dies durch eine Verlegung der Waidhauser Landstraße, erklärte Bauoberrat Gerhard Kederer. "Wir versuchen, rund sechs Meter vom Gebäude abzurücken, so weit es gerade noch geht. Denn die Grenzbrücke bleibt ein Fixpunkt."

Als entscheidende Aufwertung für Grenzreisende ist eine Anhebung des Tempolimits von 40 auf 60 Kilometer pro Stunde beabsichtigt. Die Abstufung der einstigen Bundesstraße B 14 zur Staatsstraße 2154 erfolgte bereits im Zuge des Autobahnbaus.

Wie der Behördenvertreter weiter verlauten ließ, sei ein Rückbau der nicht mehr benötigten asphaltierten Fläche vorgesehen. Das Entsiegeln und Renaturieren hin zur Naturschutzfläche soll für Ausgleichsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Die Bauarbeiten beeinträchtigen den Verkehr nur geringfügig.

Und noch eine zweite Sache ist im Zuge der Anpassung geplant: Der vom damaligen Bürgermeister Anton Schwarzmeier initiierte Radweg aus Waidhaus wird bis zur Grenzbrücke fortgeführt. Grünstreifen werden wie auf der Teilstrecke bis zum Zollgebäude beim Gasthaus "Pfälzer Hof" Fahrbahn und Radstrecke trennen. Kederer informierte über die Aufnahme des Vorhabens "in den Radwegeplan des vom bayerischen Staat aufgelegten Programms für Neubaustrecken entlang von Staatsstraßen".

Noch nicht ganz sicher sei, ob die Grenzbrücke für eine Aufnahme des Radwegs breit genug ist. "Wir werden jetzt einfach dort aufhören und erst wenn die Tschechen anschließen wollen, weiter prüfen", erklärte der Bauoberrat. Da es sich bei der Grenzbrücke um gemeinsames Eigentum von Tschechien und Deutschland handle, sei auch nur eine gemeinsame Lösung möglich. Andererseits fehlt ein Anschluss für Radfahrer auf tschechischer Seite. Für die Gemeinde Waidhaus, in deren Zuständigkeit der alte Grenzübergang fällt, ist die Maßnahme inklusive Radwegerweiterung kostenfrei. Das Bauamt wolle jedoch bei der Kommune wegen der Übernahme des Winterdiensts anfragen, sagte Kederer.

Budenmeile entsteht


Bereits im Frühjahr eröffnete im einstigen Zollgebäude ein Café, das nun zum Burger-Restaurant erweitert wurde. Auf tschechischer Seite entsteht entlang der Grenzstraße eine Budenmeile in Holzbauweise zwischen den Duty-Free-Shops und Supermärkten. Fast in Sichtweite liegt das Areal des Autobahn-Grenzübergangs, auf dem der Fahrbahn-Rückbau durch die tschechische Straßenbaubehörde ebenfalls fast fertig ist.
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