Frauenbund kehrt zu Ehrungen für treue Mitglieder zurück
Geschichte dokumentieren

Ehrungen gingen beim Katholischen Frauenbund durch (von links) Bezirksvorsitzende Martha Bauer an Karin Fuchs, Christl Kaas, Veronika Koller, Helga Zenk, Brigitte Janisch, Anna Nossek, Gerlinde Hanauer, Roswitha Ach und Maria Meixensperger. Bild: fjo
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Waidhaus
16.05.2016
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Viele Jahre verzichtete der Vorstand des Katholischen Frauenbunds auf Ehrungen langjähriger Mitglieder. Die Gründe hierzu nannte Christl Kaas bei der Muttertagsfeier im Café Lindner.

Mit Wiederaufnahme der Auszeichnungen fielen einige Frauen durchs Raster - beispielsweise jene mit Mitgliedszeiten von 29 oder 31 Jahren. "Irgendwann aber kommt jede einmal zum Ehren dran." Kaas sah deshalb ein paar kurze klärende Worte zum bisherigen Verzicht als notwendig an.

Erstmals habe es Ehrungen mit Urkunden anlässlich des 25-jährigen Bestehens gegeben. Davon sei der Vorstand schnell wieder weggekommen. Beim 30. Geburtstag habe man auf Rosen umgestellt. Über zehn Jahre lang habe die Gemeinschaft im Anschluss bewusst darauf verzichtet. Nachdem der Bundesverband nun besondere Nadeln - sogar mit Magnetverschluss - anbiete, sei das Thema wieder aktuell geworden.

Mit ein Grund sei die zunehmend lauter werdende Kritik in den eigenen Reihen wegen des generellen Verzichts gewesen. "Künftig gibt es für die, die viele Jahre lang in großen und kleinen Schritten unsere Gemeinschaft mit getragen haben Ehrungen für 25, 30 und 40 Jahren Zugehörigkeit." Irgendwann dann auch einmal für 50 Jahre.

Pfarrer Georg Hartl dankte für die Wiedereinführung: "Ehrungen sind immer ein Zeichen, dass eine Gemeinschaft eine Geschichte hat." Bezirksvorsitzende Martha Bauer verband mit ihrem Antrittsbesuch die Verleihung der Ehrennadeln, nachdem goldene Abzeichen nur durch Bezirksvertreter verliehen werden dürften. Sie sprach von einem "ganz besonderen Anlass, um diese Wertschätzung mit zu teilen".

Ein Herzensanliegen war ihr darüber hinaus die Forderung des Bundesausschusses an die Politik zur Einführung eines dritten Rentenpunkts für Mütter, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben: "Ein wirksames Mittel, den zweiten Rentenpunkt zu ermöglichen, war die Sammlung von vielen Unterschriften."

Derzeit wende sich der Deutsche Frauenrat, in dem der KDFB Mitglied ist, gemeinsam mit Sozialverbänden und Gewerkschaften mit einer Unterschriftenaktion an die Bundeskanzlerin. Es gehe um die Gleichbehandlung von Müttern bei der Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten in der Rente. Die Aktion läuft bis zum Internationalen Kindertag am 1. Juni. Danach werde versucht, die Unterschriften direkt an Angela Merkel zu übergeben.

Bevor alle Mitglieder zu Kaffee und Kuchen eingeladen waren und es zur abschließenden Maiandacht hinüber in die neu gestaltete Pfarrkirche ging, stand die Würdigung der zu ehrenden Frauen im Mittelpunkt.

Ehrungen40 Jahre: Roswitha Ach, Paula Hilpert, Katharina Krämer, Barbara Zeitler, Anita Zeug und Maria Meixensperger. 30 Jahre: Karin Fuchs, Veronika Koller, Christl Kaas, Philomena Maier, Martha Klug und Anna Grillmeier. 25 Jahre: Brigitte Janisch, Anna Nossek, Helga Zenk, Gerlinde Hanauer und Maria Schmidt. (fjo)
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