Gemeinde Waidhaus plant weitere Maßnahmen vor den Bankfilialen
Falschparkern in Parade fahren

Sperrpfosten haben die Parksituation bisher nur teilweise entschärft, resümierten Bürgermeisterin Margit Kirzinger und Stellvertreter Markus Bauriedl. Bild: fjo
Vermischtes
Waidhaus
13.01.2016
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Verdutzt oder sogar richtig verärgert ist so mancher Verkehrsteilnehmer in Waidhaus. Im Bereich zwischen den beiden Bankfilialen scheint es für viele Autofahrer keine Verkehrsregeln mehr zu geben. Das bringt nicht nur die Bürgermeisterin auf die Palme.

Ein hohes Verkehrsaufkommen auf der Hauptstraße sind die Waidhauser ja seit Jahrzehnten gewöhnt. Was sich jedoch immer mehr Autofahrer vor den beiden Banken erlauben, schlägt dem Fass den Boden aus. Der möglichst kurze Spurt zum Geldautomaten ist wohl der Hauptgrund für die wilde Parkerei. Sämtliche Verkehrsregeln scheinen hier außer Kraft zu sein. Selbst die Fußgängerampel interessiert oft nicht. Sind die Parkplätze vor dem Eingang besetzt, haben einige sogar keine Hemmungen, ihr Fahrzeug einfach mitten auf der Straße stehen zu lassen.

"Halt" sagte deshalb der Marktrat noch im vergangenen Jahr zu diesen extremen Behinderungen für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Den einstimmigen Beschluss, Sperrpfosten zu errichten, setzten die Mitarbeiter des Bauhofs noch zum Jahreswechsel um. Vor der Raiffeisenbank griff diese Maßnahme sofort. "Einer super Lösung", fand Bürgermeisterin Margit Kirzinger gleich nach den ersten Tagen.

Wir haben auf alle Fälle erreicht, dass es keine Behinderungen im Bereich des Sichtdreiecks für die Ausfahrt aus der Türkenstraße mehr gibt. Diese Probleme gehören der Vergangenheit an.Bürgermeisterin Margit Kirzinger

Halten nicht erlaubt


"Wir haben auf alle Fälle erreicht, dass es keine Behinderungen im Bereich des Sichtdreiecks für die Ausfahrt aus der Türkenstraße mehr gibt. Diese Probleme gehören nun der Vergangenheit an." Nach Installation der 11 Pfosten sei bislang kein Fahrzeug mehr auf den hier nur 2,50 Meter breiten Gehweg eingefahren. Obwohl dies zuvor ein beliebter, wenn auch nicht erlaubter, Platz zum Halten und Parken gewesen sei.

"Noch nicht zufrieden sein können wir mit der Situation vor der Sparkasse", räumte die Bürgermeisterin für die gegenüberliegende Straßenseite ein: "Weil da gibt es wirklich Autofahrer, die sind einfach dreist, und parken teilweise immer noch auf der Fahrbahn oder auf Höhe des Gehwegs." Deshalb sieht sie weiteren Handlungsbedarf, und denkt dabei an eine erneute Behandlung des Themas "Kommunale Verkehrsüberwachung" im Marktrat: "Das können wir nicht so lassen. Das ist noch nicht ausgestanden. Es ist nach wie vor schlimm mit dem Parken auf Gehwegen an verschiedensten Stellen in Waidhaus."

3000 Euro kosteten die Pfosten, die unsichtbar mit einer Sollbruchstelle versehen sind. Dadurch muss der Einbausatz unter der Erde nicht erneuert werden, falls es einmal zu einem Anfahrschaden kommen sollte, sondern lediglich das aus den Boden herausragende Metallpfostenteil. Kirzingers Unverständnis ist deshalb nachvollziehbar: "Wir machen uns Gedanken, wie wir für ältere Mitbürger eine sichere und barrierefreie Teilnahme am Straßenverkehr ermöglichen können - und die Autofahrer stellen sich einfach auf die Gehwege."

Neue Situation


Als Beispiel führte die Rathauschefin die neue Situation in der Hagendorfer Straße an: "Wir haben wirklich einen neuen Pflasterbelag geschaffen, um es den Senioren zu erleichtern, und die Autofahrer stellen sich einfach auf die bodengleichen Gehflächen, so dass Fußgänger nicht mehr durch können." "Es sind weniger die Einheimischen, als der Durchgangsverkehr der Fremden", sagte Kirzingers Stellvertreter Markus Bauriedl.
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