Hans Hartung und Hans Wolf seit 50 Jahren Mitglied des Ortsverbandes
Loyale Leute der CSU

Vermischtes
Waidhaus
25.04.2016
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In zweierlei Hinsicht als Novum zeigte sich die Ehrung langjähriger Mitglieder: 50 Jahre gehören Hans Hartung und Hans Wolf dem CSU-Ortsverband an. So lange hielt bislang noch keiner die Treue.

Nachdem Hermann Brenner und Hermann Hartung verstorben sind, nach zwei Austritten und denm Eintritt von Dominik Zintl sind nun 39 Mitglieder im Ortsverband. 174 der 196 Termine der CSU hatte Ortsvorsitzender Stefan Harrer wahrgenommen, was eine Quote von stolzen 89 Prozent ausmacht.

Den Stellenwert der drei Besuche durch Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht im vergangenen Jahr hob der Vorsitzende in seinem Bericht hervor. Eine Nachtwanderung hatte das Dorfwirtshaus in Hagendorf zum Ziel. Markträtin Gabi Wolf informierte über die Kassenstände. Johann Baumgartl und Max Meixensperger standen als Kassenprüfer zur Verfügung. Die Wahlen leitete CSU-Kreisvorsitzender und stellvertretender Landrat Albert Nickl.

Was wichtig ist


Auf Themen im Marktrat ging Harrer ein. Weil sehr oft übers Ziel hinausgeschossen wurde, sei der aktuelle Haushalt der Gemeinde nicht mitgetragen worden. Viele Entscheidungen, die unnötig gewesen seien, und die viel Geld kosten, hätten den Ausschlag gegeben. "Die Prioritäten wurden falsch gesetzt." Beispielsweise die Verlegung der Bushaltestelle auf den Marktplatz.

Zur dort geplanten Neugestaltung fügte er - bei Kosten von insgesamt rund drei Millionen Euro - den versagten Vorschlag einer Streckung aus finanziellen Gründen von zwei auf drei Jahre an. Als weiteren Grund für das Haushalts-Veto erklärte Harrer, dass "in vielen Punkten zunächst von gewissen Kosten ausgegangen wurde, die wir mitgetragen hätten".

Eine immer weitere Ausdehnung der dafür eingeplanten Gelder sei dann zum wesentlichen Grund geworden. Als Beispiele nannte er das Leader-Projekt in der Freizeitanlage "Bäckeröd" mit einer Steigerung von 100 000 Euro auf die fast doppelte Summe. Auch für den "Lernort Biene" erwähnte Harrer die zunächst geplanten Ausgaben von 30 000 bis 40 000 Euro, welche nun schon bei 1 007 000 Euro lägen.

Gleiches gelte für die Nepomukanlage. Hier käme hinzu, dass eine größere Anzahl von Parkplätzen nicht möglich sei. Im Gegensatz würden nun aufwändige und teure Sitzbänke, sogar in geschwungener Form, kommen. "Aber die dringend benötigten Parkplätze werden fehlen." Zur finanziellen Situation des Grenzmarktes betonte Harrer, dass Waidhaus gut dastehe, weil "gut gewirtschaftet" wurde unter Ex-Bürgermeister Anton Schwarzmeier und dessen Vorgängern.

Somit lägen knapp drei Millionen Euro auf der hohen Kante. "Um nicht ins Minus zu rutschen, haben wir versucht, den Druck hoch zu halten bei den Ausgaben." Einige positive Beschlüsse beruhten auf weiteren Aktivitäten der CSU, aber aufgrund der Zahl von drei Markträten hätte nicht alles erreicht werden können. Deshalb hegte Harrer die Hoffnung, dass der Wähler die CSU künftig wieder mit mehr Stimmen ausstatten.

Als ein erreichtes Ziel sah er den Verbleib des Kriegermahnmals auf dem Marktplatz. Der JU-Antrag zur Installation eines Wlan-Hotspots in der Freizeitanlage "Bäckeröd" sei durch Einzelpersonen verzögert worden, obwohl die Mehrheit des Marktrats dahinterstehe. Zur Erweiterung des Neubaugebiets im Ortsteil Pfrentsch und den Breitbandausbau erwähnte Harrer die hierfür durch die JU in den Marktrat gleichfalls eingebrachten Anträge.

Nur warm halten

Die Umsetzung eines schnellen Internets sei "aber nur die halbe Miete", da durch die Maßnahme nicht alle Haushalte und Firmen in den Genuss kämen. Für Pfrentsch sah der Ortsvorsitzende sogar den Nachteil: "Es wird immer nur vertröstet und vertröstet."

Stellvertretender Landrat Nickl bestätigte eine aktive Ortsverbandsarbeit.Er informierte über die Landkreispolitik. Die Kosten für den baldigen Beginn des Ausbaus der Kreisstraße zwischen dem Ortsteil Hagendorf und Miesbrunn lägen bei zirka drei Millionen Euro.

"Der Druck im Kessel ist weg, auch wenn wir noch nicht abschätzen können, wie es weitergeht", kommentierte er die Situation der Flüchtlinge. 1078 Asylbewerber nannte er aktuell für das Gebiet des Landkreises, davon befänden sich 69 in einer Notunterkunft
Es wird immer nur vertröstet und vertröstet.CSU-Ortsvorsitzender Stefan Harrer
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