Heimatkundlichen Arbeitskreis erforscht Waidhauser Musikgeschichte
„Sombreros“ für „Elviz“

Noch in den Kinderschuhen stecken die Recherchen zur einstigen "Glashütten-Kapelle" im Ortsteil Frankenreuth. Der Heimatkundliche Arbeitskreis ist noch auf der Suche nach einen Betreuer für diese Gruppe. Repro: fjo
Vermischtes
Waidhaus
06.09.2016
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"Aufgeschoben ist nicht aufgehoben", lautet eine Redensart. Und so erhält die geplante Ausstellung zur Musikgeschichte von Waidhaus neuen Schwung.

Vielfältig und umfangreich wird in dem Markt schon seit dem 19. Jahrhundert Musik gemacht. Stand bei den Mitgliedern des Heimatkundlichen Arbeitskreises (HAK) zuletzt eine Aufwertung der Grenzgeschichte mit verschiedenen Ergänzungen über Monate hinaus im Vordergrund, so ließen sich viele jetzt von einem neuen Thema fesseln.

Die Planungen für die im kommenden Jahr angedachte Ausstellung "Waidhauser Musikgeschichte(n)" nehmen Fahrt auf. Dabei ist Vorsitzendem Andreas Ringholz eines ganz wichtig: "Ich bitte besonders Nichtmitglieder, uns mit Material über Gruppen zu unterstützen."

Nicht zuletzt aufgrund der Bandbreite des Themas erstellte er bereits eine Zusammenschau über die bisherigen Mithelfer und deren Gebiete: "Diese ist natürlich noch nicht vollständig und soll ausgebaut werden." Wichtig wäre ihm vorab, von den einzelnen Musikanten und musikalischen Gruppierungen eine kurze chronologische Übersicht zu haben: "Dann kann man sich überlegen, wie man die Ausstellung zeitlich aufbauen kann." Als Alternative könne er sich eine Untergliederung nach Stilrichtungen oder auch in ganz anderer Ordnung vorstellen.

Ringholz selbst sieht sich in der Bearbeitung der Bands "Elviz & the Jailhouseband" und "One Way" nicht zuletzt aufgrund seines eigenen Mitwirkens in der Pflicht. Darüber hinaus fesselt ihn Operettenkomponist Carl Zeller "außerordentlich", nachdem er von dessen Waidhauser Wurzeln Kenntnis erhalten hat. Neben den komischen Opern "Joconde" und "Fornarina" zählt immerhin "Der Vogelhändler" zu Zellers bekanntesten Werken.

Für das einstige "Akkordeonorchester", die berühmte Kapelle "Marabu" und die Tanzband "Rubies" gewann Ringholz den Waidhauser Komponisten und Arrangeur Ludwig Peyerl als Verantwortlichen. HAK-Mitglied Anja Puff wird die Koordination für die "Moll-Brüder" und den damaligen "Hagendorfer Spielmannszug" übernehmen.

Waidhauser Stubenmusik


Vielfältig kommt der Aufgabenbereich für Simone Dietl daher, da sie sich nicht nur um ihre "Damen-Big-Band" und die "Original Waidhauser Blasmusik" kümmern will, sondern unter Mithilfe von Manfred Eberlein ebenso um den Musikverein, die ehemalige "Beerdigungs-Kapelle", die Band "Sombreros" sowie die musikalischen Aktivitäten von Robert Wild. Zuständig für die "Waidhauser Lercherl" erklärte sich Paul Zetzlmann, während der musikalische Leiter der "Waidhauser Stubenmusik", Bernie Kreuzer, über seine Gruppe hinaus auch die Recherchen zur Band "Kubies" und den Gospelchor betreut.

Mit Dieter Hanauer gewann Ringholz den Chef der "Waidhauser Straßenmusikanten", der sich zudem für die "Alten Waidhauser" (Muschler) verantwortlich zeigt. Und noch zwei besondere Mithelfer hat der HAK bereits im Boot. Pfarrer Georg Hartl und Organist Karl Rauch wollen in Sachen kirchlicher Musik, Kirchen- und Kinderchor helfend zur Seite stehen. Aber auch für die "Waidhauser Oberkrainer" und die legendäre Kapelle "Bettschoner" laufen die Fäden bei dem Duo zusammen.

Ich bitte besonders Nichtmitglieder, uns mit Material über Musikgruppen zu unterstützen.HAK-Vorsitzender Andreas Ringholz
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